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Buch einer jungen Churer Tagträumerin wird real

Die junge Churerin Adina Andres hat ein Buch namens «Harte Zeiten für Träumer» veröffentlicht. Eigentlich sollte es nur eine Vertiefungsarbeit ihrer Lehre als Grafikerin sein, schliesslich wurde sie dafür sogar mit dem Förderpreis der Stadt Chur ausgezeichnet. Doch um was geht es in ihrem Buch überhaupt?

Südostschweiz
Donnerstag, 06. Juni 2019, 04:30 Uhr Erstpublikation

RSO-Moderatorin Annina Hartmann hat mit der bald 23-Jährigen über den Inhalt des Werks gesprochen.

Was für Geschichten erzählt Dein Buch - sind es Deine Träume?

Nein, es sind Alltagsgeschichten und Gedichte, in denen ich als «Träumerin in der Welt» vorkomme. Es geht darum, was ich denke, lebe und erlebe.

Hast Fu ein Beispiel?

Beispielsweise gibt es eine Geschichte darüber, wie ich mit meiner Schwester im Supermarkt stehe und schwarze Bananen kaufe. Dies, weil ich ein wenig am träumen war. Im Kopf bist du am träumen, im Realen bewegst Du Dich wie ein Roboter und bist irgendwo, aber nicht dort, wo Du sein solltest.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Buch über solche Situationen zu schreiben?

Ich habe mir vorgenommen, während meiner Vertiefungsarbeit ein Buch zu schreiben. Ich habe eine Lehre als Grafikerin gemacht und erst im Nachhinein gemerkt, was ich mir dabei aufgebunden habe. Irgendwie habe ich dabei gelernt zu schreiben.

Das Buch ist auf Deinem Smartphone entstanden – warum?

Ich habe immer Notizen geschrieben - es war dadurch eine fliessende Arbeit, die meinen Alltag begleitete. Die meisten Texte entstanden beim Laufen, einige aber auch, wenn ich nicht schlafen konnte. Als ich am Projekt arbeitete, schrieb ich in meinem Kopf immer weiter. Es ratterte die ganze Zeit.

Das Werk von Adina Andres wurde am 17. Mai mit 4000 Franken dotiert, weil es der städtischen Kulturkommission positiv aufgefallen war. Die Förderung von jungen Kulturschaffenden ist der Stadt Chur ein wichtiges Anliegen.

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