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Das Warten nimmt im Herbst ein Ende

Im ehemaligen Postgebäude in Chur gibt es neben guten Büchern bald auch guten Kaffee. Die neue «KaffeeKlatsch»-Filiale soll nicht wie geplant bereits im Sommer, sondern Ende Oktober in Betrieb genommen werden. Wir haben mit Geschäftsführerin Svea Meyer über Herzenswünsche, alte Gebäude und gute Lüftungen gesprochen.

Simone
Zwinggi
Mittwoch, 08. Mai 2019, 04:30 Uhr «KaffeKlatsch»-Eröffnung

Das Logo des «KaffeeKlatsch» erkläre eigentlich schon alles, sagt Geschäftsführerin Svea Meyer.

«Ein Buch anschauen oder eine Zeitung lesen, das verbinde ich schon immer mit Kaffee trinken», sagt Svea Meyer, Geschäftsführerin der «KaffeeKlatsch»-Filialen. 2002 eröffnete sie zusammen mit Orlando Coeira Fernando ein Café in Davos. Mittlerweile ist ihr Betrieb gewachsen. In Davos und Klosters gibt es je zwei, in Rapperswil-Jona und in Zürich je eine weitere Filiale. Bald soll man die «KaffeeKlatsch»-Atmosphäre auch in Chur erleben können. Und das an einem Ort, wo Bücher und Kaffee aufeinandertreffen. «Mit der Bibliothek in Chur zusammenarbeiten zu können, ist wunderbar. Und das erst noch in einem historischen Gebäude.»

Bald auch Bauprofi?

Könnte das ehemalige, rund 100-jährige Postgebäude in Chur sprechen, es würde mit seinen Erzählungen wohl viele Bücher füllen. «Das denkmalgeschützte Gebäude hat uns echt herausgefordert», sagt Meyer. Für den Betrieb der Küche – das «KaffeeKlatsch» ist nicht nur ein Café, sondern auch ein Restaurant – sei eine gute Lüftung unabdingbar. «Schliesslich möchte man beim Betreten des Lokals keinen Bratgeruch in der Nase haben», bringt es Meyer auf den Punkt.

Die Lüftung stellte alle Beteiligten vor grosse Herausforderungen. «Ich bin eine Kaffeetante und kein Bauexperte. Aber in den letzten acht Monaten habe ich eine Menge über Häuser gelernt», sagt Meyer. Immer wieder habe man neue Varianten der Sanierungsarbeiten schaffen müssen. «Das hat dann stets einen Dominoeffekt ausgelöst.» Doch das Handtuch zu werfen, wäre nicht Meyers Art. Für zehn Jahre habe sie den Mietvertrag für das Lokal im ehemaligen Postgebäude unterschrieben. Und zudem sei Unvorhergesehenes Teil des Lebens: «Denn wer weiss schon, wohin der Weg genau führt, wenn man erst den ersten Schritt gemacht hat?»

Etwas «ab der Stange» zu erstellen, liegt Meyer fern. «Jede unserer Filialen ist total anders. Bei der Einrichtung und dem Angebot gehen wir auf die Räumlichkeiten und das Klientel ein.»

Auf Kurs

Nun gehts in grossen Schritten vorwärts. Nach Monaten der Abklärungen und Planungen wird diese Woche die Küche bestellt, «eine Massanfertigung», wie Meyer erklärt. Rund zwei Monate betrage die Lieferzeit. Sonstige betriebliche Vorbereitungen seien abgeschlossen. «Wir haben das Personal rekrutiert, konnten Lebensmittel- und Arbeitssicherheitsvorgaben abhaken. Auch die Öffnungszeiten sind schon bestimmt», sagt Meyer. Ende Oktober öffnet das Lokal seine Türen – und das sieben Tage die Woche.

Etwas Nervosität wird Meyer aber bis im Oktober noch begleiten. Sie hoffe, dass bis zur Eröffnung alles planmässig laufe, sagt sie. Und spricht sich gleich selbst ein paar beruhigende Worte zu: «Wenn man alles gibt im Leben und mit Herz vorwärts geht, kommts recht.»

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