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Polizei beobachtet Hundeköder-Fundort intensiv

Eine Frau hat in Chur einen präparierten Hundeköder gefunden. Die Polizei behält das Gebiet der Scalettastrasse deshalb im Auge.

Südostschweiz
Donnerstag, 14. März 2019, 04:30 Uhr Tierquäler in Chur

Es war ein helles Stück Fleisch, in dem eine etwa fingerlange Schraube steckt, das einer Frau aus Chur am Montagmittag in Schrecken versetzt hat. Ihr Hund hat das gefährliche Leckerli auf der Scalettastrasse entdeckt und wollte es essen. Gerade noch rechtzeitig konnte die Hundehalterin dazwischen gehen und ihr Tier davon abhalten, die Schraube zu schlucken, wie das Onlineportal «FM1 Today» schreibt. Der Köder scheint präpariert, weitere seien in der Umgebung jedoch nicht gefunden worden.

Die Hundehalterin teilt das Erlebnis auf Facebook. Der Post verbreitet sich rasch und weitere Hundebesitzer sprechen in den Kommentaren ihre Sorge aus.

Hüt Mittag bir Scalettastrasse gfunda 😳🐕

Gepostet von Loredana Fürer am Montag, 11. März 2019

Die Churer Stadtpolizei nimmt zu dem Vorfall auf Anfrage keine Stellung. Wie der Kantonstierarzt Giochen Bearth jedoch sagt, wurde das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit von der Stadtpolizei informiert. Gemeinsam habe man besprochen, wie weiter vorgegangen wird. «Die Polizei beobachtet das Gebiet nun intensiver», erklärt er. Das sei wichtig, denn wenn sich der Vorfall wiederhole, sei es angebracht, Hundehalter mit einer Informationstafel oder Ähnlichem zu warnen und sie darauf hinzuweisen, ihre Tiere an der Leine zu führen. «Meistens sind es aber Einzelfälle, die man eher defensiv angehen sollte», so Bearth.

Social Media ist zu vermeiden

Laut dem Kantonstierarzt ist es wichtig, dass man gefundene Köder der Polizei melde, damit diese weitere Massnahmen ergreifen, und alle nötigen Stellen informieren könne. Den Fund auf Social Media zu posten, davon rät der Kantonstierarzt ab: «Nachahmungstäter sind nicht zu unterschätzen. Leute, die dasselbe in einer anderen Form ebenfalls versuchen, weil sie es interessant finden.»

Motiv ist schwierig zu erklären

Dass Hundeköder gefunden werden, kommt laut dem Kantonstierarzt in Graubünden sporadisch immer wieder vor. Man unterscheide zwischen zwei Arten von Köder: Präparierte Köder, bei denen beispielsweise eine Rasierklinge oder einem Nagel in ein Fleischstück gesteckt wird, und Fleischstücke, die mit giftigen Substanzen versehen wurden, die sogenannten Giftköder.

Einen präparierten Köder, wie im neusten Fall von Chur, frisst ein Hund oft gierig. Das kann zu Verletzungen im Mundbereich führen. «Oder im schlimmsten Fall schluckt der Hund die Schraube ganz und der Magendarmtrakt wird verletzt», so Bearth.

Weshalb ein Mensch Hunden auf diese Weise schaden möchte, kann sich Bearth nur schwer erklären. «Da gibt es verschiedene Varianten», meint er. «Es gibt Situationen, bei denen vielleicht eine Antipathie gegenüber Hundehaltern vorhanden ist. Oder jemand wohnt an einem Weg, der viel von Hundehaltern mit ihren Tieren begangen wird, wo Hunde sich vielleicht oft im Garten versäubern oder lärmauffällig sind.»

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Hallo

Was für eine Schande. Und wieder mal wird wieder zu wenig unternommen.

Die sozialen Medien MÜSSEN in solchen Fällen benutzt werden um andere Hundehalter und Hunde Freund zu sensibilisieren, damit man noch besser auf seinen Hund acht gibt.

Wie so oft, wird auch hier der Täter oder die Täterin nicht gefasst werden, da einfach nicht genug Interesse an der Aufklärung solcher Greultaten besteht hier in Chur.

Deshalb, solltet Ihr solche Köder findet postet diese und den Fundort in den sozialen Medien. Ich bin mir sicher, Information ist hier sicher sinnvoller, als nachahmungs Täter zu inspirieren, denn diese haben ihr irrige Verhalten bereits und brauchen keinen Ideen-Klau.

Die Genugtuung daRübe, oder Freude daran zu haben, Tiere zu verletzen oder zu Tode zu bringen ist in diesen Menschen drin, und wird sicherlich nicht dadurch geboren, dass jemand einen solchen Köder postet.

Oder denken die Verantwortlichen zum Schutz unserer Tiere wirklich wenn jemand diesen Post sieht denkt er Ode sie: *#oh sie mal, Schraube im Fleisch! Gute Idee, komm lass uns heute Hundchen vergiften!*#.

Vielleicht ist es wirklich sicherer seinen vierbeinigen Freund in gewissen RegIonen an der langen Leine zu führen.. Nur zu seinem eigenen Schutz.

Mensche, die Angst vor Hunden haben, tun solche Dinge in der Regel nicht. Denn dann müsste ja jeder Mensch der Angst vor irgend etwas oder irgend jemandem hat, dies oder diesen zerstören oder vergiften.

Menschen, die zu einer solchen Tat fähig sind, sind nach meinem Rechtsempfinden, gleich zu behandeln und zu verurteilen wie andere Kriminelle Subjekte die jemandem auf schmerzhafte Weise das Leben nehmen wollen.

Passt auf Euch und Eure Hunde auf.

Guido, Chipo und Titou