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Mondfähre sucht Parkplatz

Das Stadtglarner Parkregime ist – wie könnte es anders sein – auch an der Näfelser Fasnacht ein Thema.

Daniel
Fischli
Montag, 04. März 2019, 04:30 Uhr Näfelser Umzug

Als Apollo 13 im April 1970 auf dem Weg zum Mond war, explodierte ein Sauerstofftank. Der Funkspruch der Besatzung an die Bodenstation wurde zum geflügelten Wort: «Houston, we’ve had a problem.» – «Houston, wir haben ein Problem gehabt.» Auch die Ennendaner Spätzünderclique ist mit einem Raumschiff unterwegs und sucht im Hauptort einen Parkplatz. Sie meldet: «Glarus, we’ve got a problem.» Darf die Mondfähre eine Stunde auf dem Parkfeld stehen bleiben, oder sind es deren drei? Oder gilt noch etwas ganz anderes? Eine Antwort von der Bodenstation kommt gestern am Fasnachtsumzug in Näfels (noch) nicht bei den Astronauten an.

Lintharena und Hornkühe

Auch noch eine Handvoll andere aktuelle Themen werden am Umzug aufgegriffen. So haben sich die Primarschüler von Näfels Badekleider und Taucherbrillen angezogen und sie schwimmen in der Lintharena herum, die bald saniert wird. Das Hallenbad wird ja auch eine grosse Rutschbahn bekommen, und die Schüler sagen dazu: «Rutsch mer doch dä Buckel ab.» Die einheimische Zigerclique hat sich dagegen an die Abstimmung über die Hornkuh-Initiative erinnert und mobile Labors auf den Weg geschickt. «Hörner für alle» steht darauf, und darin werden allerhand farbige Wässerchen gekocht. Und die Brittlichlöpfer aus Amden schliesslich demonstrieren gegen die Plastikverschmutzung der Meere: «De Ozean isch voll – das findet mir gar nöd toll!»

Daneben dürfen natürlich auch die Guggenmusiken nicht fehlen. Auch die Blächtätscher aus Engi haben es noch rechtzeitig an den Umzug nach Näfels geschafft, obwohl ihr Bus auf dem Hinweg ins Sernftal in Flammen aufgegangen ist.

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