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Lösung für das alte Pfarrhaus Paxli zeichnet sich ab

Ein erstes Sanierungs- und Bauprojekt für das Paxli in Schänis wurde 2017 an der Urne verworfen. Inzwischen suchte der Kirchenrat andere Lösungen, die nun an einer Infoveranstaltung präsentiert wurden.

Linth-Zeitung
19.02.19 - 16:25 Uhr
Leben & Freizeit
Baufällig: Das erste Sanierungs- und Bauprojekt für das Pfarrhaus Paxli ist 2017 an der Urne gescheitert.
Baufällig: Das erste Sanierungs- und Bauprojekt für das Pfarrhaus Paxli ist 2017 an der Urne gescheitert.
Bild Markus Timo Rüegg

Von Arnold Stampfli

In ihrem Grusswort beim Infoanlass zur Zukunft des Pfarrhauses Paxlis in Schänis am Freitagabend erinnerte Gabi Corvi, Präsidentin des Kirchenverwaltungsrats der katholischen Kirchgemeinde Schänis-Maseltrangen, an eine Aufgabe der Kirchenverwaltung: Sie soll die vorhandenen Mittel sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen, dies immer im Dienste der Seelsorge.

Der Bedarf an Räumlichkeiten im kirchlichen Bereich habe sich in der jüngsten Vergangenheit stark geändert. Dem gelte es, Rechnung zu tragen. Früher habe jedes Dorf eine Kirche und einen Pfarrer gehabt. Er sei Ansprechperson für alle und alles gewesen. Heute ginge man zur Pfarreisekretärin. Sie organisiere vieles und benötige dafür einen praktischen Arbeitsplatz. Raum sei auch für teilzeitlich eingesetzte Katechetinnen erforderlich, so Corvi.

Dreiervorschlag auf dem Tisch

Nach dem Nein zum Sanierungs- und Bauprojekt für das Paxli im November 2017 habe sich der Kirchenverwaltungsrat offen für andere, allenfalls unkonventionelle Wege gezeigt. Seine Einladung zum Gespräch mit allen Interessierten am Runden Tisch habe erfreulicherweise Erfolg gezeigt, sagte Corvi.

Aufgrund der geführten Gespräche und Studien liegt nun ein Dreiervorschlag auf dem Tisch. Gemäss dem Konzept 1 «Rathausplatz» würde das Paxli verkauft. Dafür würde die Immobilie am Rathausplatz 16 gemietet und gleichzeitig das Haus an der Rietstrasse 4 total vermietet. Die entstehenden Mietausgaben und -einnahmen hielten sich ungefähr die Waage, hiess es.

Ebenfalls verkauft würde das Paxli nach dem Konzept 2. Dafür würde das Gebäude an der Rietstrasse 4 zu einem Pfarreibüro umgebaut und vorübergehend die Immobile am Rathausplatz 16 gemietet. Nach dem dritten vorgelegten Konzept würde das Paxli zum Pfarreibüro oder zu kleinen Wohnungen umgebaut und das Haus Rietstrsasse 4 verkauft. Für die vorgesehene Sekretariatsnutzung könnte jedoch der Platzbedarf nicht voll gedeckt werden. Nachdem Stefan Zahner als Liegenschaftsverantwortlicher der Kirchgemeinde Schänis-Maseltrangen die drei Konzepte in Wort und Bild vorgestellt hatte, eröffnete die Präsidentin das allgemeine Gespräch.

Verkauf fiele einigen schwer

Es wurden Fragen gestellt und beantwortet, Meinungen geäussert, das eine gegen das andere abgewogen. Auch Geldfragen spielten hinein, ebenso Emotionen, denn viele Schänner haben eine Beziehung zum Paxli, sodass ihnen sein Verkauf nicht ganz leicht fiele. Auch die Parkplatzfrage kam zur Sprache. Im Umfeld der Kirche zählte Corvi bei einem Rundgang insgesamt um die 150 Parkgelegenheiten, wie sie beifügte.

In einer anonym und schriftlich durchgeführten Konsultativabstimmung votierten 21 Anwesende für das Konzept 1 Rathausplatz, 5 für das Konzept 2 (beide mit Verkauf des Paxli) und 2 für einen Erhalt und Umbau des Paxli zum Pfarreibüro oder zu Wohnungen. Zwei Anwesende wünschten zusätzlich einen vierten Vorschlag.

An der nächsten Kirchbürgerversammlung am 8. April werden die drei Konzepte nochmals vorgestellt; auch dort sollen die Anwesenden anonym abstimmen können. Anwesend, jedoch eher im Hintergrund, waren am Infoabend die beiden Seelsorger Sebastian Wetter und Bruno Schmid. Mit der Kirchenverwaltung hoffen auch sie auf eine baldige, gute Lösung.

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