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Was Chur kauft, wird in Zürich bereits ersetzt

Was Chur kauft, wird in Zürich bereits ersetzt

250 Abfallhaie montiert Chur bis Ende Jahr. Das Modell steht auch in der Stadt Zürich. Dort wird es aber bereits wieder ersetzt. Hat Chur etwas Überholtes eingekauft? Nein, sagt der zuständige Stadtrat Tom Leibundgut. Und er begründet den Schritt.

Philipp
Wyss
17.02.19 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben

Für etwas Aufsehen hat der Artikel «Der ‹Khurer Kübel› ist ‹giftig› und muss weg» auf «suedostschweiz.ch» diese Woche gesorgt. Grossmehrheitlich wird der Wechsel weg vom Betonkübel und hin zum Stahlhai begrüsst. Mit drei Punkten begründete der Churer Stadtrat Tom Leibundgut den Wechsel von 250 Kübeln für 400'000 Franken bis Ende Jahr. Und just nach dem Artikel bei uns veröffentlichte das Portal Watson einen Artikel mit dem Titel «Tschüss Abfallhai! Jetzt kommt der ‹Züri-Kübel 110 Liter›».

Zürich ersetzt also den weltbekannten Abfalleimer. Grund ist unter anderem die zu kleine Öffnung. Der Ersatz heisst «Züri-Kübel 110 Liter.». Er hat eine grössere Öffnung und ist günstiger. Der Wechsel sorgte in der Limmatstadt für einen Aufschrei. Diesen hat auch Leibundgut gehört, wie er auf Anfrage sagte.

Hat der Churer Stadtrat da etwas eingekauft, das bereits wieder veraltet ist? Leibundgut winkte ab: Der Wechsel sei ein grosses Thema. «Aber, der neue Kübel (in Zürich, die Red.) ist gestalterisch auch nicht schön – und er war für uns nie ein Thema.» Leibundgut begründet: «Die Öffnung ist so gross, dass darin wahrscheinlich auch viel Haushaltskehricht entsorgt werden wird. Zudem ist der Kübel oben flach. Da dürften so einige Pizzaschachteln oder Glasflaschen darauf entsorgt werden.»

Entsprechende Erfahrungen damit hätten die SBB gemacht. Die Folgen seien Glasscherben rund um die Kübel gewesen, so der Churer Stadtrat. Er verstehe den Zürcher Entscheid darum überhaupt nicht. Leibundgut vermutet, dass der neue Zürcher Kübel von der Stadt selbst entwickelt worden und günstiger sei, als der Abfallhai.

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Guten Tag , sehr geehrter Herr Wyss

Zugegeben, dem "Züri-Kübel" ist schiere Hässlichkeit zu attestieren - und eine technisch mangelhafte Ausführung obendrein. Allerdings zeigt auch der Abfallhai funktionelle wie auch funktionale Schwächen und dessen Preise sind nachgerade Grund, weshalb sich die Stadt Zürich zur Beschaffung eines eigenen Produktes veranlasst sah.
Die Städte Chur wie Zürich hätten sich auch die neuen Abfallbehälter der Bundesstadt Bern ansehen und einsetzen können, dessen Konzept sowie Ausführung den Abfallhai in den Schatten stellt und auch hinsichtlich des Designs zu überzeugen vermag. Ein nicht unerheblicher Faktor: Die Beschaffungskosten in Bern liegen um ein Drittel tiefer als in Chur.