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Auf Palmöl und Südfrüchte verzichten

Im Linthgebiet versuchen Schulen, auf Palmöl zu verzichten. Und wie die «Linth-Zeitung» berichtet, verkauft der Juckerhof aus Seegräben (ZH) neu keine Südfrüchte mehr.

Südostschweiz
Dienstag, 08. Januar 2019, 04:30 Uhr Umweltfreundlich
Im Hofladen Rafz werden künftig keine Südfrüchte mehr verkauft.
PRESSEBILD

Gewisse Produkte aus tropischen Regionen geraten aufgrund ethischer Bedenken zunehmend ins Abseits. Denn in vielen Produkten – von Lebensmitteln über Kosmetika bis zu Waschmitteln – steckt Palmöl. Es ist wegen seiner Eigenschaften und der hohen Wirtschaftlichkeit zu einem der wichtigsten Schmiermittel in der Konsumgüterindustrie geworden.

Auf der Kehrseite zeigen sich gemäss Umweltschutzorganisationen hohe ökologische Schäden in den Anbaugebieten mit der zunehmenden Abholzung von Regenwäldern als wichtiger weltweiter Speicher von Kohlendioxid (CO2) und Lebensraum vieler bedrohter Tierarten.

Umstrittene Avocado

Anbieter von Essen für Schüler der Region sind sich der Problematik bewusst und versuchen, nach Möglichkeit auf Palmöl zu verzichten. Dies zeigt eine Umfrage der «Linth-Zeitung», wie in dieser gestern berichtet wurde.

Produkte mit Palmöl komplett verbannt hat danach etwa die Firma Menu and More, die Schüler in Rapperswil-Jona und Schmerikon verpflegt. Die Firma hat dafür einigen Aufwand betrieben, wie Geschäftsführer Markus Daniel der Zeitung gegenüber sagt.

Ein anderes umstrittenes Tropen-Produkt ist die Avocado. Auch die als «Superfood» «gehypte» Frucht macht zusehends negative Schlagzeilen – mit hohem Wasserverbrauch oder der Förderung mafiöser Strukturen in Mexiko, wo das Geschäft mit Avocados blüht.

Der Juckerhof aus Seegräben verzichtet nun seit Anfang Jahr auf den Verkauf von Avocados und weiteren Südfrüchten im Hofladen in Rafz (ZH). Der Bächlihof in Jona, der auch zur Firma gehört, hatte bereits bisher nur Produkte aus der Region verkauft.

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