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Kaltbrunner Markt zieht Tausende Besucher an

Ausnahmezustand in Kaltbrunn: Tausende strömen zum alljährlichen Markt. Der kann nicht mehr grösser werden, als er schon ist.

Christine
Schibschid
Freitag, 12. Oktober 2018, 04:33 Uhr Ein Stück Tradition

Schon auf dem Weg zum Kaltbrunner Markt stellt eine Mutter gegenüber ihrem Sohn klar: «Plastikspielzeug kaufen wir nicht.» Der Bub findet aber sicher etwas anderes, was er brauchen kann. Am Markt gibt es zum Beispiel auch Holzspielzeug. Das Angebot ist riesig. Ein Händler mit Headset-Mikrofon preist eine Gemüsereibe an. An anderen Ständen werden Kerzen, Filzfiguren, Massagestühle, Schlafanzüge, Unterwäsche, Schmuck, Duftöle oder Gewürze angeboten. An einem Stand gibt es sogar einen Anti-Schnarch-Clip.

Wie viele Marktstände es genau gibt, kann Gemeindepräsident Markus Schwizer aus dem Stegreif nicht sagen. «Es ist aber gleich wie im letzten Jahr, wir sind wieder voll. Wir können gar nicht grösser werden.»

Bratwurst am Morgen

Durch die Luft wabern Gerüche von Räucherstäbchen, Bratwurst, Chnoblibrot oder gebrannten Mandeln. Schon am Vormittag ist es eng in den Marktgassen. Wer einen Kinderwagen dabei hat, kommt nur mit Mühe durch. Im Gewimmel treffen sich alte Bekannte, quatschen kurz miteinander und wünschen sich dann einen schönen Markt. Das Geschäft mit den Bratwürsten läuft schon am Vormittag bestens. «Die erste habe ich gegen acht Uhr verkauft», sagt ein Verkäufer.

Kurz vor Mittag ist der Autoscooter schon gut besucht. Fahrer und Beifahrer strahlen übers ganze Gesicht, hie und da kreischt ein Mädchen, dessen Fahrzeug gerammt wird. Auch das vermutlich wildeste Fahrgeschäft, es heisst Factory, ist bis auf den letzten Platz mit Kindern und Jugendlichen besetzt. Auch hier Gekreische. Mutige heben während der Fahrt die Arme hoch, andere halten sich lieber fest.

Besucher von weit her

Bedächtiger geht es am Vieh- und Maschinenmarkt zu. Schwizerörgeli-Musik tönt über den Platz, in den Vorzelten der Aussteller wird an Festbänken bei einem Bier gefachsimpelt. «Der Vieh- und Maschinenmarkt unterscheidet uns von anderen Märkten», sagt Schwizer. Nicht zuletzt deshalb habe der Kaltbrunner Markt eine überregionale Ausstrahlung. Die Besucher kämen von überall her. Tatsächlich stehen auf dem Parkplatz Autos mit vielen verschiedenen Kennzeichen: AI, SH, TG und AG sind dabei – sogar ein Holländer hat den Weg nach Kaltbrunn gefunden.

Obwohl der Markt am Donnerstag stattfindet, und der nächste Tag ein Werktag ist, können viele Besucher bis in die Nacht feiern. «Am Freitag nach dem Markt arbeiten diverse Firmen nicht – nicht nur in Kaltbrunn», sagt Schwizer.

Das zieht die Menschen an den Kaltbrunner Markt: 

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