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Gut ein Viertel der Bevölkerung hat Migrationshintergrund

Rund 37 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung über 15 Jahren haben einen Migrationshintergrund. Graubünden liegt deutlich (mit 27,6 Prozent), Glarus ganz knapp (mit 35,8 Prozent) darunter.

Südostschweiz
Freitag, 12. Oktober 2018, 04:30 Uhr Bündner unter dem Durchschnitt

Etwas mehr als ein Viertel der ständigen Wohnbevölkerung über dem Alter von 15 Jahren im Kanton Graubünden weist einen Migrationshintergrund der 1. oder 2. Generation auf. Damit liegt der Kanton deutlich unter dem gesamtschweizerischen Wert von 37 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) am Donnerstag mitgeteilt hat. Ebenfalls unter dem Schweizer Wert – allerdings nur ganz knapp – liegt der Kanton Glarus mit einem Anteil von 35,8 Prozent.

In absoluten Zahlen ausgedrückt heisst das: Von 171'000 erfassten Personen weisen im Kanton Graubünden 125'000 keinen Migrationshintergrund auf. 39'000 gehören der ersten Generation und 6000 der zweiten Generation an. Dazu kommt eine geringe Anzahl Menschen, deren Migrationsstatus laut BfS als ungeklärt gilt.

Genf und Tessin mit höchstem Wert

Im Kanton Glarus präsentiert sich folgendes Bild: Von 34'000 erfassten Personen haben 22'000 keinen Migrationshintergrund, 10'000 gehören zur ersten und 3000 Personen zur zweiten Generation, wobei das BfS aufgrund der tiefen Zahl und möglicher statistischer Fehler von einer Gesamtzahl von Einwohnern mit Migrationshintergrund von 12'000 Personen aus.

Die tiefsten Bevölkerungsanteile mit Migrationshintergrund weisen die Kantone Uri (ca. 16 Prozent), Appenzell Innerrhoden (ca. 17 Prozent) und Nidwalden (18 Prozent) auf. Auf der anderen Seite der Skala liegen die Grenzkantone Genf (62,5 Prozent), Tessin (49, 7 Prozent) und die Waadt (49,1 Prozent). Quasi der Schweizer Durchschnittskanton, also jener, der am nächsten beim Schweizer Wert von 37,2 Prozent liegt, ist der Aargau mit 36,6 Prozent. (ofi)

GRAFIK SÜDOSTSCHWEIZ/DATEN BFS
GRAFIK SÜDOSTSCHWEIZ/DATEN BFS

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