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Als die Rega-Retter auch noch Fallschirmspringer waren

Die Rega hat in Graubünden schon unzählige Menschenleben gerettet. Früher mit primitivsten Mitteln und grösstem Körpereinsatz der Helfer, wie ein Video aus dem Jahr 1961 eindrücklich zeigt. Film ab!

17.05.18 - 16:21 Uhr
Aus dem Leben
Rega-Übung (1961)

"Was muss es für Menschen bedeuten, die in unwegsamen Gebieten verunglückt sind, wenn sie das Motorengeräusch des Rettungsflugzeuges hören?" Zum Glück gibt es die Rega. Hier zeigen wir euch eine Übung der Schweizerischen Rettungsflugwacht im Engadin aus dem Jahr 1961: Engadiner Post

Posted by SRF Archiv on Friday, January 20, 2017

Quelle: Facebook «SRF Archiv»

Die Rega hatte in den Sechzigerjahren noch einen schweren Stand. Trotz breit abgestützer Unterstützung musste sie regelrecht betteln gehen, um die Flugwacht einsatzfähig zu halten. Wie so ein Einsatz 1961 aussah, zeigt ein Video aus dem SRF Archiv. Ein Filmteam begleitete die Helden der Lüfte bei einer Übung im Engadin.

Helikopter standen keine im Einsatz - dafür Flugzeuge. Auf Gletschern setzten die Piloten zur Landung an. Heute unvorstellbar: Befand sich die Unfallstelle zu weit weg von einer «Landebahn», wurden die Retter zu Fallschirmspringern, die auch wirklich alles unternahmen, um das Leben anderer zu retten.

Die Bilanz war dazumal bereits beeindruckend: In einem Jahr leistete die Rega 167 Einsätze. Sie rettete 160 Menschenleben und musste 30 Personen tot bergen. Zum Vergleich: 2017 war die Rega so gefragt wie noch nie - mit 15'958 Einsätzen. Alle 33 Minuten startete ein Rega-Pilot eine Maschine.

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