Glarner Ärztin rechnet mit mehr Hautkrebs-Patienten
Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen steigt Jahr für Jahr. «Das ist erst der Beginn einer grossen Welle», prognostiziert eine Glarner Hautärztin. Deshalb bietet sie nächste Woche an drei Orten Gratisuntersuchungen an.
Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen steigt Jahr für Jahr. «Das ist erst der Beginn einer grossen Welle», prognostiziert eine Glarner Hautärztin. Deshalb bietet sie nächste Woche an drei Orten Gratisuntersuchungen an.
Im Pensionsalter leidet mehr als ein Drittel der Schweizer Bevölkerung unter Vorstufen von hellem Hautkrebs. Jährlich gibt es 20 000 Neuerkrankungen in der Schweiz. Der gefährliche schwarze Hautkrebs, an dem in der Schweiz rund 2000 Personen pro Jahr erkranken, kann auch bei jüngeren Menschen zum Tode führen.
Die diesjährige Hautkrebs-Kampagne der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie informiert über das erhöhte Hautkrebsrisiko von Menschen, die viele Jahre im Freien arbeiten oder gearbeitet haben. Also beispielsweise Dachdecker, Bauarbeiter, Strassen- und Gleisarbeiter, Forst- und Gartenarbeiter, Landwirte sowie Personal in Freibädern. Sie sind durch die UV-Belastung viel stärker gefährdet.
Keine offizielle Berufskrankheit
Die Schweiz gilt als sogenanntes «Hochrisikoland» für Hautkrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt laufend an. Die Dermatologen vermuten, dass dies auf die relativ hohe UV-Belastung der Schweizer Bevölkerung speziell durch die Freizeit in den Bergen und durch häufige Reisen in sonnige Länder zurückzuführen ist.
Anders als zum Beispiel in Deutschland ist berufsbedingter Hautkrebs in der Schweiz noch nicht offiziell als Berufskrankheit deklariert worden. Vor allem die Unterscheidung, was vom Beruf und was von den Freizeitaktivitäten verursacht wurde, sei im Einzelfall nicht immer einfach vorzunehmen.
Max Oswald ist einer der besonders gefährdeten Personen. Als Dachdecker hat er viel Zeit unter der Glarner Sonne verbracht. Etliche Jahre später muss er dafür büssen.
Dermatologen vermuten, dass die Schweizer so gefährdet sind, weil sie ihre Freizeit oft in den Bergen oder in sonnigen Ländern verbringen.
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