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Schon wieder Vandalen in Flims - Belohnung ausgesetzt

Unbekannte Täter haben das öffentliche WC bei der Post in Flims Dorf verwüstet. Nun sucht die Gemeinde nach Hinweisen. Nachbarschaftshilfe will sie mit Geld belohnen.

30.01.18 - 16:30 Uhr
Leben & Freizeit
Die Gemeinde Flims sucht Zeugen zu den Vandalenakten.
Die Gemeinde Flims sucht Zeugen zu den Vandalenakten.
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Wer von Flims Dorf mit dem Postauto nach Chur reist und unbedingt noch kurz aufs WC muss, hat Pech gehabt: Das öffentliche stille Örtchen steht derzeit nicht zur Verfügung. «Das WC ist wegen Vandalismus bis auf weiteres geschlossen», heisst es auf einem Blatt Papier, das an der Tür befestigt ist.

«Als im Dezember das Damen-WC verwüstet wurde, haben wir die öffentlichen WC-Anlagen bei der Post geschlossen», erklärt Martin Kuratli, der Flimser Gemeindeschreiber. Die Gemeinde habe wegen Sachbeschädigung eine Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. «Wir setzen auf Nachbarschaftshilfe», so Kuratli. «Sprich: Wir setzen auf die Unterstützung der Bevölkerung.»

Eine nette Belohnung

Um die Bevölkerung zur Mithilfe zu motivieren, stellt die Gemeinde Flims Geld in Aussicht. «Die politische Gemeinde Flims hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täterschaft führen, eine Belohnung von bis zu 1000 Franken ausgesetzt», heisst es auf dem Plakat. «Wer uns die Täter liefert, erhält die 1000 Franken», präzisiert Kuratli.

Gemäss Kuratli entspricht dieser Betrag nur einem Bruchteil des entstandenen Sachschadens.

Null Verständnis

Geld als Belohnung für die Helfer – und was passiert mit den Tätern? «Wenn sie alt genug sind, werden wir sie wegen Sachbeschädigung bei der Staatsanwaltschaft anzeigen», sagt Kuratli bestimmt. «Wir haben null Toleranz für diese mutwillige Zerstörung von öffentlichem Eigentum.»

Vom Vandalismus betroffen ist nicht nur die Gemeinde. Wie ein Lesereporter mitteilt, finden sich auch im Warteraum der Postautohaltestelle Schmierereien an den Wänden. Von den Türen der Postfächer, die sich im Warteraum befinden, sei ebenso mindestens ein Drittel eingedrückt worden.

Für das WC prüft die Gemeinde einen anderen Standort, wie Kuratli sagt. Wer dringend mal muss, muss den weiten Weg bis zu den Bergbahnen auf sich nehmen. Oder bei einem der umliegenden Restaurants anklopfen.

Nicht das erste Mal

Vandalenakte sind in Flims nichts Neues: Vor etwas mehr als einem Jahr machten sich Vandalen bereits an öffentlichem und privatem Eigentum zu schaffen. Sie zerstachen beispielsweise Autoreifen. Mehr dazu unten.

Simone Zwinggi ist Redaktorin bei Zeitung und Online. Nach einem Sportstudium wendete sie sich dem Journalismus zu. Sie ist hauptberuflich Mutter, arbeitet in einem Teilzeitpensum bei der «Südostschweiz» und hält Anekdoten aus ihrem Familienleben in regelmässigen Abständen im Blog Breistift fest. Mehr Infos

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