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Miet-Christbaum: Geschäft mit blühender Zukunft?

Die Gärtnerei Schutz in Filisur kennt sich mit Christbäumen bestens aus. Seit vier Jahren bietet der Familienbetrieb auch Miet-Christbäume an. Und diese sind gefragt.

Montag, 04. Dezember 2017, 18:51 Uhr Mieten oder kaufen?
Wer keinen Christbaum kaufen und später entsorgen möchte, kann diesen auch mieten.
SYMBOLBILD PIXABAY

Jedes Jahr werden nach der Weihnachtszeit Tausende geschnittene Christbäume entsorgt oder verbrannt. Die Gärtnerei Schutz in Filisur bietet deshalb seit vier Jahren Miet-Christbäume an, die nach der Weihnachtszeit im Januar wieder abgeholt und für die nächsten Weihnachten vorbereitet werden.

Die Bäume können ab Dezember gemietet werden und werden im Topf geliefert. Von den insgesamt 4000 zur Verfügung stehenden Miet-Bäumen sind bereits jetzt rund 1000 Exemplare vermietet. Durch das Mieten der Bäume wird der Christbaumständer überflüssig und die Bäume verlieren keine Nadeln. Dennoch kann der Baum normal geschmückt werden.

Viel wichtiger als der geringere Aufwand ist aber der ökologische Aspekt, braucht ein üblicher Baum im Schnitt sieben Jahre, bis dieser geschnitten werden kann. So werden die Bäume nach der Weihnachtszeit wieder eingesammelt, aufgepäppelt und für die nächste Christbaumsaison vorbereitet. Laut Markus Schutz, Besitzer der Gärtnerei Schutz, braucht es für die richtige Pflege nicht viel. Wichtig sei vor allem regelmässiges Wassergiessen und ein grosszügiger Abstand zur Heizung. «Ein Miet-Christbraum benötigt bei Zimmertemperatur täglich rund zwei Deziliter Wasser. Die Bäume können Wasser auch über die Nadeln aufnehmen», weshalb Schutz nebst dem Giessen auch das Besprühen der Christbäume empfiehlt. «Wer eine Bodenheizung hat, sollte den Baum zudem leicht erhöht platzieren», so Schutz.

Wer jedes Jahr denselben Christbaum haben möchte, kann sich einen sogenannten Familienbaum mieten. Dieser wird jedes Jahr aufs Neue reserviert und geliefert. Schutz hat bisher nur wenige schlechte Erfahrungen mit der Baumpflege durch Kunden erlebt. «Es braucht Vertrauen. Den Mietern sei es aber von sich aus wichtig, nachhaltig mit den Bäumen umzugehen.» Wird dennoch ein Baum beschädigt, wird das entrichtete Depot von 10 Franken einbehalten.

Geschäft mit Zukunft

Gemäss Schutz machen die Miet-Bäume aktuell 25 bis 30 Prozent des gesamten Christbaumgeschäfts der Gärtnerei aus. «Ich sehe auch für die Zukunft weiteres Potenzial für die Miet-Christbäume», so Schutz.

Geschnittene Bäume am beliebtesten

Ist ein Miet-Baum keine Option, so werden auch weiterhin rund 15 000 geschnittene Bäume durch die Gärtnerei Schutz angeboten. Für die Pflege von gefällten Christbäumen ist es wichtig, dass diese nicht nur frisch geschlagen sind, sondern wie auch die Miet-Bäume akklimatisiert und getränkt werden. Damit das besser gelingt, sollte der Baum neu angeschnitten werden. Zudem ist es auch hier wichtig, genügend Abstand zur Heizung einzuhalten, sagt Schutz.

 

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