×

Churer Schüler und Eltern leben Solidarität

Dank der Aktion «Weihnachtspäckli» diverser christlicher Hilfswerke dürfen sich viele Menschen in Oststaaten über Geschenke zum Fest der Liebe freuen. Auch in Chur wird dieser Tage gesammelt. Und der Rücklauf ist laut der Organisatorin «gewaltig».

16.11.17 - 16:33 Uhr
Leben & Freizeit
Geschenk, Präsent, Überraschung, Schleife, Geschenkpapier, Verpackung, Papier
Notleidende und Bedürftige in den Oststaaten dürfen sich auf viele Weihnachtsgeschenke aus Chur freuen.
SYMBOLBILD GAETAN BALLY

Solidarität hat viele Gesichter. Gerade im Vorfeld und dann auch in der Advents- und Weihnachtszeit denken Menschen vermehrt auch an jene, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Viele spenden Geld, übernehmen eine Patenschaft oder geben Naturalien wie Gebrauchsgegenstände oder Nahrungsmittel.

So auch in Chur. Vier christliche Organisationen (die Aktion für verfolgte Christen und Notleidende, die Christliche Ostmission, die Hilfe für Mensch und Kirche sowie die Organisation Licht im Osten) tragen hier auch dieses Jahr die Aktion «Weihnachtspäckli», wie es in einer Mitteilung heisst.

Hilfe für den Osten

Dabei werden bis am Freitag, 24. November, Waren gesammelt, die in der Folge als Weihnachtsgeschenke verpackt und in Lastwagen zu bedürftigen Menschen transportiert werden. Diese werden schliesslich beschenkt. Die Zielländer der Aktion sind Albanien, Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Serbien sowie Weissrussland und die Ukraine. Gesammelt werden die Gaben im Religionsunterricht der Churer Kinder. Sie sortieren die Spenden dort und verpacken sie danach zu Weihnachtsgeschenken für die Bedürftigen. Beteiligt sind insgesamt 17 Churer Schulklassen mit 200 Schülern.

Katharina Peterhans, die organisierende Religionslehrerin im Churer Schulhaus Quader, ist vom Mass an Solidarität beeindruckt. In der kommenden Woche bis zum Abholtermin erwarte sie noch viel Arbeit: «Es ist gewaltig. Die Kinder können die Spenden gar nicht mehr selber tragen. Die Eltern müssen sie mit dem Auto zur Schule bringen.»

Armut und Leid vor Augen führen

Einen solchen Rücklauf habe sie nicht erwartet, sagt Peterhans, die selber zum ersten Mal an der Sammelaktion beteiligt ist. «Eltern haben sogar Geld gespendet, um ergänzende Materialien einzukaufen.»

Am eindrücklichsten seien für sie aber die Gesichter der Kinder. «Ich habe ihnen zu Beginn der Aktion das Leid der Menschen in kriegsgebeutelten und von Armut betroffenen Ländern vor Augen geführt. Das ist ihnen eingefahren.» Die Kinder seien nun mit einem unvorstellbaren Elan an der Sache. «Viele Kinder kaufen sich sogar von ihrem eigenen Sackgeld noch Spendengüter, die sie zur Schule bringen.»

Dabei würden es die Kleinen aber nicht bewenden lassen. «Das Leuchten in ihren Augen beim Einpacken der Geschenke ist wunderschön zu sehen.» Viele Kinder freuen sich, helfen zu können, so Peterhans. «Die Kinder drängen ihre Lehrer nach den Religionsstunden, sie nochmals beim Einpacken helfen zu lassen.»

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Leben & Freizeit MEHR