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10'000 Tonnen Streusalz halten unsere Strassen sicher

Jährlich werden auf den Bündner Kantonsstrassen bis zu 10'000 Tonnen Streusalz eingesetzt. Die Infrastruktur für die Verteilung dieser gewaltigen Mengen stellt das Tiefbauamt Graubünden zur Verfügung.

Südostschweiz
Mittwoch, 15. November 2017, 04:30 Uhr Winterdienst

Für den Gebirgskanton Graubünden ist der Winterdienst auf den Kantonsstrassen von grosser Bedeutung. Die Kosten für sämtliche Aufwendungen auf National- und Kantonsstrassen belaufen sich pro Jahr auf 28 bis 30 Millionen Franken. Dabei werden bis zu 13'000 Tonnen Streusalz verwendet.

Davon werden im Auftrag und auf Kosten des Bundes rund 3000 Tonnen Salz verwendet und Aufwendungen von bis zu 3,5 Millionen Franken für die Nationalstrassen ausgeführt.

Laut Elia Lardi, Leiter Zentrale Dienste Tiefbauamt Graubünden, seien in diesen Kosten alle Aufwendungen, wie Eigenleistungen, Fremdleistungen und Streumittel enthalten. Nebst den eigenen, kantonalen Strassen, sei man im Auftrag des Bundes aber auch für den Winterdienst auf den Nationalstrassen zuständig.

Für die Verteilung des Streusalzes auf allen Strassen in sämtlichen Regionen des Kantons sind die Hauptwerkhöfe der Bezirke 1 bis 7 (Chur, Mesocco, Samedan, Scuol, Davos, Ilanz und Thusis) sowie deren Unterhaltstützpunkte zuständig. Das Salz dafür wird dabei direkt vom Hersteller in Pratteln angeliefert. In der Regel wird das Salz mit den SBB bis nach Landquart transportiert. Danach wird es mit der Rhätischen Bahn oder mit Transportunternehmungen zu den verschiedenen Salzsilos befördert. Ab den Silos wird das Salz schliesslich auf die Räumungsfahrzeuge beladen.

Bei einem Streueinsatz werden 10 bis 15 Gramm Salz pro Quadratmeter Strasse ausgebracht. Das Tiefbauamt Graubünden verfügt dafür über Salzlager entlang der National- und den Kantonsstrassen von gesamthaft 12'000 Tonnen. Diese Lagerkapazität erlaube es dem Tiefbauamt einen Teil des benötigten Streusalzes bei günstigeren Frühlingspreisen einzukaufen.

Neue Verträge
Im Frühling 2017 ist die ordentliche Vertragsdauer der Winterdienstarbeiten 2007 bis 2017 abgelaufen. Deshalb wurden die Winterdienstarbeiten 2017 bis 2027 mit insgesamt 129 Routen im vierten Quartal 2016 im offenen Verfahren öffentlich ausgeschrieben. Somit ist im Herbst 2017 die erste Winterdienstsaison mit den neuen Winterdienstverträgen gestartet.

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