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Gommiswalder Metzger wird Schinkenkönig

Gommiswalder Metzger wird Schinkenkönig

Stephan Meier aus Gommiswald erhält an einem internationalen Fleischwettbewerb in Stuttgart den Titel «Schinkenkönig 2017». Diese Auszeichnung wird nur an den allerbesten Schinken- und Speckhersteller verliehen.

30.10.17 - 16:50 Uhr
Aus dem Leben
Der Schinkenkönigpokal wird nur alle zwei Jahre verliehen.

Der Pokal des Schinkenkönigs konnte zum ersten Mal in die Schweiz geholt werden. Seit an der «Süffa», dem internationalen Fleischwettbewerb in Stuttgart, der Titel Schinkenkönig vergeben wird, stammten die Gewinner immer aus Deutschland, obwohl Teilnehmer aus verschiedensten europäischen Ländern, und einige Jahre lang sogar aus China und Südamerika, anwesend waren. «Es gab Stimmen, die behaupteten, dass die Deutschen es nie zulassen würden, diesen Pokal aus dem Land zu geben», blickt Stephan Meier zurück.

Mit neuer Spezialität überzeugt

Die 130-köpfige Fachjury vergibt alle zwei Jahre einen einzigen Schinkenkönig-Pokal. Dabei werden zehn Schinken- und Rohschinken Produkte bewertet. Nebst Klassikern konnte Meier mit einem «schwarzen Rinder Nussschinken» überzeugen. Eine Spezialität, die der Jury sehr gemundet habe und ebenfalls mit Gold ausgezeichnet wurde. Die Bewertungskriterien an der Süffa sind generell streng. Nur wer die maximale Punktzahl erreicht, wird mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Nebst dem Aussehen, dem Geruch und Geschmack werden die Konsistenz und die Zusammensetzung des Produktes bewertet.

Vor 12 Jahren nahm die Metzgerei Meier zum ersten Mal an einem Wettbewerb teil. Seither verbuchte sie, nebst einzelnen Silber- und Bronzemedaillen, acht Siegerpokale und 50 Goldmedaillen. Allein dieses Jahr brillierte Stephan Meier 14 Mal mit Gold, mit vierfachem Silber und einer Bronzemedaille. Jedes seiner 19 Produkte, die er bewerten liess, erhielt eine Medaille. Zusätzlich konnten er und sein Team sich für den lang ersehnten Schinkenpokal und für drei weitere Pokale feiern lassen.

Teamarbeit

Stephan Meier freut sich über den Erfolg und betont, dass die Auszeichnungen eine Bestätigung für die tägliche Arbeit seiner sieben Vollzeitangestellten und vier Lehrlingen seien. Erreicht ein Produkt die Spitzenklassierung nicht, so nimmt Meier die Kritik der Jury ernst, feilt und pröbelt daheim mit viel Einsatz an der Rezeptur und hofft, die Perfektion bis zum nächsten Wettbewerb erreicht zu haben. «Wir möchten unserer Kundschaft Fleisch- und Wursterzeugnissen höchster Qualitätsgüte bieten», betont der erfolgreiche Fachmann und versichert, «dafür setzen wir uns täglich mit Motivation und Freude ein.»  

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