Vanna räumt in Ernetschwil ab
An der Gemeindeviehschau in Ernetschwil fuhren 18 Bauern insgesamt 420 Tiere auf. Neben Schänis ist Ernetschwil damit die zweitgrösste Schau in See-Gaster. Vier Experten führten fachkundig ihre Arbeit aus.
An der Gemeindeviehschau in Ernetschwil fuhren 18 Bauern insgesamt 420 Tiere auf. Neben Schänis ist Ernetschwil damit die zweitgrösste Schau in See-Gaster. Vier Experten führten fachkundig ihre Arbeit aus.
Wahnsinn! Gäbe es den Titel einer «Miss Viehschau», jene von Ernetsch-wil wäre im Linthgebiet auf dem Po-dest. Gekürt wurden gestern Mittwoch im Hof zu Ernetschwil letztlich aber die aufgefahrenen Tiere, und nicht die Veranstalter. Was die Organisatoren und unzähligen Helfer dort aber auf die Beine stellten, verdient Respekt und hohe Anerkennung.
Dies sieht Gemeindepräsident Peter Hüppi ebenfalls so. «Mit Rieden, Gommiswald und Ernetschwil haben wir auf Gemeindegebiet gleich drei wichtige Viehschauen. Es ist eine schöne und erhaltenswerte Tradition. Dieses Brauchtum habe ich von Kindesbeinen an mitbekommen. Als Bub ging ich oft helfen. Man trifft immer viele Leute», urteilt er beim Mittagessen begeistert.
Dass der Grossanlass in Ernetsch-wil hoch einzustufen ist, zeigte sich auch an der «Auffuhr» der Experten. Gleich deren vier (Kurt Gähwiler und Paul Senn aus Mühlrüti sowie Andreas Huber, Unterwasser, und Hansueli Huser, Nesslau) standen im Hof im Einsatz. «Die Qualität in Ernetschwil ist hoch und bedeutend. Als Experten werden wir hier richtiggehend gefordert», stellt Paul Senn klar. Und seine Expertenkollegen nicken anerkennend. Dass das Mitmachen vor dem Rang kommt, war trotz Ehrgeiz und Engagement positiv herauszuspüren. Dazu passt auch der sympathische Zug, dass in Ernetschwil die Miss neu mit allen Rassen eingeschlossen (nicht mehr nur Braunvieh) gewählt wird. An die Vergabe des Miss-Linth-Titels in Schänis kann aber weiterhin nur das erstgekürte Braunvieh reisen.
Ranglisten unter: www.gommiswald.ch
Der Missenmacher: Marcel Raymann
1 Vanna ist ausserordentlich anpassungsfähig und ein sehr umgängliches Tier. Sie ist dominant. Dies zeigt sich auch beim Fressen, bei dem sie die nötige Aggressivität an den Tag legt. Ihre Ausstrahlung ist absolut harmonisch, und sie zeigt keine markanten Fehler. Dies wirkt sich positiv auf ihr Erscheinungsbild aus.
2 Die Viehschau gehört für uns zur Tradition. Schon mein Vater nahm mit den Tieren daran teil. Ich bin mit meiner Familie und unseren Tieren seit 20 Jahren dabei. In den letzten Jahren durften wir einige schöne Erfolge feiern.
3 Wie vor jeder Schau stellt sich die Nervosität spätestens am frühen Morgen im Stall ein. Die Tiere spüren, dass es ein spezieller Tag ist. Und mir geht es genauso. Ich bin durchaus in einem gewissen Mass ehrgeizig und engagiere mich dafür, erfolgreich zu sein.
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