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Was Hanf alles kann

Heute ist 420-Tag, auch bekannt als Welt-Marihuana-Tag. Hanf ist aber viel mehr als eine illegale Droge. Die Pflanze ist ein vielseitig verwendbarer Rohstoff. So wurde zum Beispiel die erste Jeans der Welt aus Hanf hergestellt.

Corinne
Raguth Tscharner
Freitag, 21. April 2017, 13:15 Uhr Welt-Marihuana-Tag
Die Hanfpflanze liefert mehr als nur Cannabis.
ARCHIVBILD

Mit dem 420- Tag feiern Cannabis-Freunde auf der ganzen Welt jedes Jahr am 20. April ihre Hanfpflanze. Das Anzünden eines Joints um genau 16:20 Uhr ist dabei Tradition.

 

Der Ursprung des Tages ist unbekannt. Ein Gerücht besagt, dass er auf ein Ereignis in den 70-er Jahren in den USA zurückgeht. Damals sollen sich fünf Jugendliche in Kalifornien jeden Tag um 16:20 Uhr getroffen haben, um illegal zu kiffen. Die Uhrzeit, im Amerikanischen 4:20pm, wurde in das Datum 4/20 umgewandelt, welches bei uns der 20. April ist.

 

Legaler Hanf als Rohstoff

 

Das Hanfblatt ist das Symbol für Marihuana und das Kiffen. Hanf ist aber vielmehr als nur Marihuana-Lieferant. Hanf mit niedrigem THC-Gehalt kann auch als Medizin oder Rohstoff verwendet werden. Und das wird er auch, seit Tausenden von Jahren.

 

Aus der Pflanze werden Seile, Kleider, Seifen, Windeln, Papier, Lebensmittel, Baustoffe und gar Treibstoff hergestellt. Dafür werden meistens die Samen oder Fasern der Pflanze benutzt. Sie stammen von Hanfsorten, die Mitglied der sogenannten Cannabis Sativa Familie sind und einen tiefen THC-Gehalt.

 

Auch wer nicht Marihuana raucht, kann Cannabis konsumieren. Es gibt Hanfbier, Hanftee, Hanföl und Hanfsamen. Letzteres soll Energie liefern und das Leben verlängern. Alles ohne die bewusstseinsverändernde Wirkung des THC.

Das Appenzeller Bier «Hanfblüte» wird zum Beispiel mit Hanfblättern und Hanfblüten gewürzt.

Hanfprodukte, vor allem Kleidung, werden mit einem ökologischen Lifestyle verbunden. Tatsächlich ist die Herstellung aus Hanf sehr umweltfreundlich. Wegen ihrer Ähnlichkeit zum Drogenhanf hatten Produkte aus und mit legalem Hanf jedoch lange Zeit ein Imageproblem und wurden hauptsächlich nur übers Internet verkauft. Mittlerweile gibt es in vielen Schweizer Städten Läden, die Produkte auf Basis von Hanf anbieten.

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