Klosterser Madrisabahn ist noch nicht über den Berg
2018/2019 war ein turbulentes Geschäftsjahr für die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG (KMB) – mit Finanzsspritzen, grossen Plänen und Einsprachen, die eben diese zum Stillstand brachten. Aber erstmal zu den Zahlen: Die KMB konnte mehr Ersteintritte als im Vorjahr verzeichnen. Dies sei auf den heissen Sommer und schneereichen Winter zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung. Der Verkehrsertrag konnte demnach um 3 Prozent auf rund 108'000 Franken gesteigert werden. Der Gastronomie- und der Betriebsertrag gingen jedoch zurück. Letzterer um ganze 15 Prozent auf rund 98'500 Franken. Das EBITDA (der Gewinn ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen) ging von rund 517'000 Franken auf rund 161'700 Franken zurück. Das sei primär auf höhere Personalkosten zurückzuführen, wie die KMB mitteilt.
Der Ausbau kostet
Im Geschäftsjahr 2018/2019 investierte die KMB in die Modernisierung und den Ausbau des Angebots auf der Madrisa. Die Investitionen führten allerdings auch zu höheren Abschreibungen, welche letztlich einen Grossteil des Jahresverlustes von rund 2,4 Millionen Franken ausmachen.
Etwas Luft verschafften dem Unternehmen zwei neue Investoren. Sie übernahmen die Verpflichtungen aus einem Darlehen der Graubündner Kantonalbank über 7,2 Millionen Franken und damit einen Grossteil der Schulden. Weitere Optimierungsmassnahmen seien aber nötig, um den Betrieb auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, heisst es.
Zwei lokale Unternehmen übernehmen die Madrisa Bergbahnen
Die Verantwortlichen der KMB wagen auch einen Blick in die Zukunft: «Der Verwaltungsrat und die Geschäftsführung sind entschlossen, die Attraktivität der Madrisa als beliebter Familienberg und Treffpunkt für Gäste sowie Einheimische weiter auszubauen.»