Schwieriges Jahr für die Rhätische Bahn
Für die Rhätische Bahn (Rhb) war das Jahr 2020 anspruchsvoll. An der Jahresmedienkonferenz sprach Verwaltungsratsratspräsident Stefan Engler Klartext: «Die ersten zwei Monate konnten wir an die Erfolge von 2019 anknüpfen, aber ab März waren wir schwer betroffen.»
Negatives Jahresergebnis
Basierend auf den Zahlen von Ende Oktober, erwartet die RhB für das Geschäftsjahr 2020 einen Verlust von rund 25 Millionen Franken. «Nach Abzug der zugesagten Covid-19-Finanzhilfe verbleibt voraussichtlich ein negatives Jahresergebnis von minus zehn Millionen Franken», so Engler.
Im Bereich Personenverkehr hätte aber schlimmer kommen können. Denn mit der Wiederaufnahme des touristischen Verkehrs im Juni erholte sich die Situation. «In den Sommermonaten Juli und August erreichte die RhB, insbesondere dank Schweizer Fahrgästen, wieder 80 Prozent der Vorjahresfrequenzen», erklärte Engler.
Positive Zahlen
Im grünen Bereich ist einzig der Güterverkehr. «Hier resultierte per Ende Oktober ein Einnahmeplus von 1,7 Prozent», sagte RhB-Direktor Renato Fasciati Und die geleisteteten Tonnenkilimeter seien um acht Prozent gestiegen. Dieses gute Ergebnis sei auch dank der Tatsachen zustande gekommen, dass die Einträge aus Eigenleistungen für die vielen grossen Inverstitionsprojekte der RhB von der Coronakrise nicht gross tangiert worden seien.