Corona und Grippe – so sieht die Situation in Graubünden aus
von Adrienne Krättli, Demian Spescha und Nicole Nett
In den vergangenen Wochen und über die Weihnachtstage verzeichnete die Region Südostschweiz eine hartnäckige Grippewelle. Diese Welle flacht nun wieder ab. Der Grippe-Peak ist überwunden. Wir haben darüber berichtet:
Neben dem Rückgang bei den saisonalen Grippefällen werden auch immer weniger Coronainfektionen registriert, auf dem Papier zumindest. Die Coronazahlen werden nämlich nicht mehr – wie in den letzten drei Jahren – gemessen, sondern nur noch mittels Stichproben. Wie die aktuelle Situation im Kanton aussieht, verrät die Bündner Kantonsärztin Marina Jamnicki.
Marina Jamnicki, derzeit kursieren Krankheitserreger, welche die Atemwege betreffen. Wie ist die Situation?
Im Moment sind Krankheitserreger mit ähnlichen Symptomen wie beim Coronavirus im Umlauf. Dazu gehören das Influenza-, RSV- oder Coronavirus, aber auch die banale Erkältung. Diese Krankheiten werden alle ähnlich behandelt – nämlich mit Ruhe und fiebersenkenden Mitteln.
Das sagt Kantonsärztin Marina Jamnicki zur aktuellen Situation:
Auf der Website des Bundesamts für Gesundheit sind immer wieder Peaks zu erkennen, die ansteigende Coronazahlen veranschaulichen. Können Sie sich das erklären?
Bei den Peaks handelt es sich um den typischen Verlauf der Infektionswellen. Häufig gibt es saisonal grössere Wellen – meistens im Herbst und Winter. Es geht auf und ab. Aber auf jeden Fall sind es heute viel tiefere Infektionszahlen als noch vor einem Jahr.