Arbeitslosigkeit in Graubünden verharrt im September auf tiefem Niveau
Der Bündner Arbeitsmarkt präsentiert sich weiterhin in äusserst robuster Verfassung. Trotz einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur in der Schweiz blieb die Arbeitslosenquote auch im September auf einem rekordtiefen Niveau. Wie das kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Kiga) am Freitag mitteilte, wurden Ende September in Graubünden insgesamt 734 Arbeitslose registriert, was einer Arbeitslosenquote von 0,7 Prozent entspricht. Gegenüber dem Vormonat August – damals waren 657 Arbeitslose gezählt worden – nahm die Arbeitslosigkeit leicht zu. Damals hatte die Arbeitslosenquote bei 0,6 Prozent gelegen (siehe Grafik).
Dieser Anstieg ist gemäss Kiga allerdings allein saisonal bedingt. So stieg durch die zu Ende gehende Sommer- und Herbstsaison im Bündner Tourismus die Arbeitslosenzahl im Gastgewerbe innert Monatsfrist von 131 auf 169. In den Sektoren Gesundheits- und Sozialwesen (72), Detailhandel (64) sowie dem Baugewerbe (47) sowie im Bereich Verkehr und Transport (47) blieben die Zahlen gegenüber dem August dagegen nahezu unverändert.
Leicht weniger Langzeitarbeitslose
Zusätzlich wurden im September 739 sogenannte nichtarbeitlose Stellensuchende in Graubünden registriert. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Personen, welche an Weiterbildungs- und Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen oder Zwischenverdienstarbeit leisten. Die Zahl der Stellensuchenden – also die Arbeitslosen sowie die nichtarbeitslosen Stellensuchenden zusammengerechnet – lag im September bei 1473. Auch das ist leicht mehr als im Vormonat August (1353), aber etwas weniger als vor Jahresfrist im September 2022 mit damals 1482 Stellensuchenden. Von den 734 Arbeitslosen im September waren 314 Frauen und 420 Männer. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank gegenüber dem August leicht auf 38.