Das «Lab42» nimmt Fahrt auf
Der Anlass fand nicht etwa im Kongresszentrum oder in einem der vielen umgebauten Geschäftslokale an der Promenade statt, sondern in der über 400-jährigen Grossen Stube des Rathauses. Was hätte wohl deren Erbauer Hans Ardüser darüber gedacht, dass sich hier diverse kluge Köpfe über die Entschlüsselung der der menschlichen Intelligenz zugrunde liegenden Mechanismen unterhalten würden? Genau so lautet nämlich das Ziel des «Lab42», das am 1. Juli seinen Betrieb in der Villa Fontana aufnehmen wird (DZ vom 14. April). Landammann Philipp Wilhelm freute sich in seiner Begrüssungsrede sehr über den Zuwachs in der Davoser Forschungsstadt. Er holte zu einem kurzen historischen Exkurs aus und zeigte auf, dass die Eröffnung des «Lab42» die logische Folge der langen Forschungstradition im Ort ist.
Neue Massstäbe für Intelligenz
Am Anlass sprachen nebst Pascal Kaufmann, Schweizer KI-Pionier und Gründer von «Lab42», noch weitere Kapazitäten aus der Branche. Es zeigte sich schnell, dass alle mit Freude auf den Start des Forschungsinstituts warten und voller Energie durchstarten wollen. Eine der ersten Aufgabenstellungen ist die sogenannte «ARC-2 Challenge». Deren Urheber François Chollet erklärte das KI-Paradoxon und die Hürde für einen Durchbruch in der KI: «Heutige KI-Modelle sind in der Lage, Aufgaben perfekt zu lösen, allerdings ohne dabei Intelligenz zu zeigen. Wir müssen neue Massstäbe für Intelligenz verwenden, um überhaupt voranzukommen».