5G-Antenne in Valbella wird nochmals überdenkt
Die Swisscom plant neben dem Zentrum von Valbella eine 50 Meter hohe Mobilfunkantenne – eine 5G-Sendeanlage. Das Baugesuch für dieses Vorhaben wurde vor einigen Tagen publiziert. Seither hat sich unter den Anwohnern, Gästen und Zweitwohnungsbesitzern Widerstand geregt. Eine Gruppierung geht öffentlich dagegen vor und schreibt in einer Mitteilung, dass sich die für die Mobilfunkantenne vorgesehene Parzelle im Herzen des Orts und in unmittelbarer Nähe von Kirche, Kindertagesstätte und Wohnhäusern befinde. Das sei weder für das Ortsbild optimal, noch seien die gesundheitlichen Risiken der 5G-Technologie bekannt. Man sei deshalb überzeugt, dass es in der Gemeinde bessere Standorte ausserhalb der Wohnzonen gebe, heisst es.
Auf zwei Wegen wollte die Gruppe gegen das Bauvorhaben vorgehen: Zum einen prüft sie derzeit noch eine Einsprache. Zuerst aber wollte man den Eigentümer des Grundstücks, die Bürgergemeinde, dazu bewegen, die Grundstücksvergabe nochmals zu überdenken. Dies ist an der Bürgergemeindeversammlung am Montagabend tatsächlich gelungen. «Am Ende sind wir so verblieben, dass wir versuchen werden, das Ganze mit der Swisscom zu sistieren», sagt Bürgergemeindepräsident Marcus Lenz.
Man werde dann Zeit haben, gemeinsam mit der Gemeinde und dem Mobilfunkanbieter weitere Details abzuklären und weitere Standorte zu prüfen. An der nächsten Bürgergemeindeversammlung sollen diese Informationen dann vorgelegt werden und über das weitere Vorgehen abgestimmt werden. «Am Ende soll die Bevölkerung entscheiden: Wollen wir die Antenne oder wollen wir sie nicht?», so Lenz.
Bürgerrat war enttäuscht
Konkret warfen die Anwohner die Frage auf, ob der Bürgerrat das Land überhaupt an die Swisscom verkauften durfte, ohne zuvor mit der Bürgerversammlung Rücksprache gehalten zu haben.