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5G-Antenne in Valbella stösst auf Kritik

Die Swisscom plant neben dem Zentrum von Valbella eine 50 Meter hohe Mobilfunkanlage. Widerstand ist aufgegleist.

Jano Felice
Pajarola
Donnerstag, 21. März 2019, 04:30 Uhr Forderung nach Alternativstandort
Der Gedanke an einen solchen Anblick sorgt für Unmut.
SYMBOLBILD/PEXELS.COM

«Überraschung in Valbella»: Unter diesem Titel hat eine Gruppierung von Einheimischen, Zweitwohnungsbesitzern und Gästen um den ehemaligen Kantonstierarzt Kaspar Jörger gestern via Mitteilung Widerstand gegen eine in Valbella geplante 5G-Sendeanlage der Swisscom angekündigt. Die für die 50 Meter hohe Mobilfunkantenne vorgesehene Parzelle befinde sich im Herzen des Orts in unmittelbarer Nähe von Kirche, Kindertagesstätte und Wohnhäusern, heisst es in der Mitteilung. Das Baugesuch sei am Freitag publiziert worden, über das Wochenende habe sich die Gruppierung gebildet. Sie will nun diverse Fragen klären, unter anderem jene, weshalb der Bürgerrat als Vertreter der Landbesitzerin, der Bürgergemeinde Vaz/Obervaz, die Parzelle für das Vorhaben zur Verfügung gestellt hat.

Alternativstandort gefordert

Mit einer Unterschriftensammlung soll das Projekt verhindert werden, wie die Gruppierung schreibt. Es sei unbestritten, dass die 5G-Technologie für Graubünden notwendig sei, bestritten werde aber der Standort einer solchen Antenne. Man sei überzeugt, dass es in der Gemeinde Vaz/Obervaz bessere Stellen ausserhalb einer Wohnzone gebe. Man fordere die Verantwortlichen deshalb dazu auf, die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen und einen Alternativstandort zu suchen.

Bürgergemeindepräsident Marcus Lenz wollte am Donnerstag diesbezüglich keine Auskunft geben. Wie er am Telefon sagte, wird er erst an der Bürgerversammlung vom Montag mehr dazu sagen.

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5G ist nicht einfach ein bisschen mehr als 4G, sondern prinzipiell etwas anderes. Zudem dürfte auch die Infrastruktur noch ganz andere Formen/Anzahl annehmen, denn 50 Meter Höhe ist eher viel für ein Strahlungsprinzip, das möglichst nahe an ALLEM sein will bzw. muss für die beabsichtigten höllischen Funktionen, überflüssiger als ein Kropf und Glyphosat zusammen.
Der echte Wohnen-USP der Zukunft wird sein, ohne Mikrowellenstrahlen wohnen zu dürfen (so, wie ich als USP seit Jahren Wohnen ohne Lärm fordere), jedoch unsere äusserst menschenfreundliche "alternativlose Gesellschaft" (vergleiche Artikel über Verrohung des Volkes SO 19.3.2019) wird das vermutlich erst gestatten bei massiven und richtig organisierten Protesten (im Gegensatz zu den SchülerInnen-Klimaprotesten, die halte ich für falsch aufgezogen). Und von GRF wäre solch ein echter USP jenseits von allem Gian-und-Giachen-Kindischkram eh nicht zu erwarten erfahrungsgemäss.
Da müssen wir ran, die Einsichtigen; wäre schön, die Gruppe in Valbella würde eine Homepage aufschalten, um die richtigen Personen zu organisieren – ähnlich wemakeit.com oder wecollect.ch