Rückrufe bei Migros, Coop, Lidl und Aldi: Diese Produkte sind aktuell betroffen
Bei Migros, Coop, Lidl und Aldi laufen aktuell mehrere Rückrufaktionen. Die Gründe dafür reichen von Salmonellen und anderen Bakterien über nicht deklarierte Allergene bis zu einer fehlerhaften Angabe des Verbrauchsdatums. Kundinnen und Kunden sollten deshalb prüfen, ob sie eines der betroffenen Produkte zu Hause haben. Hier gibt es die aktuellen Rückrufe im Überblick.
Rückrufaktion wegen Salmonellen: Eier bei Migros, Lidl und Aldi
Eier des Tessiner Unternehmens Uova Ticino SA werden derzeit von mehreren Detailhändlern zurückgerufen. Bei Migros Ticino geht es um verschiedene «Nostrani del Ticino»-Eier mit dem Eiercode 1-CH-603. Je nach Produkt sind Haltbarkeitsdaten vom 21. August bis 7. beziehungsweise 8. September 2026 betroffen.
Auch Lidl Schweiz und Aldi Suisse haben Eier von Uova Ticino SA aus dem Verkauf genommen. Bei Lidl sind die Mindesthaltbarkeitsdaten 22. August, 27. August, 2. September und 3. September 2026 relevant. Aldi nennt den Zeitraum vom 20. August bis 5. September 2026. Bei den von Lidl und Aldi zurückgerufenen Eiern wurden Salmonellen nachgewiesen. Migros Ticino spricht bei seinen betroffenen Eiern von einem Verdacht auf eine Salmonellen-Kontamination. Eine Infektion kann sich unter anderem durch Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber bemerkbar machen.
Lidl: Bakterien in Protein-Pudding
Bei Lidl steht zudem der «Milbona High Protein Pudding Schoko, 200 g» auf der Rückrufliste. Es geht ausschliesslich um Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 14. September 2026. Darin wurde Bacillus cereus festgestellt.
Das Bakterium kann Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Schwerere Verläufe sind insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem möglich. Der Pudding sollte deshalb nicht gegessen werden. Andere Artikel der Marke Milbona sind nicht betroffen.
Migros: Falsches Datum auf Pouletschnitzel
Beim Aktionsprodukt «Migros Pouletschnitzel paniert» (Artikelnummer 2439.963.680.00) liegt das Problem bei der Haltbarkeitskennzeichnung. Auf der Verpackung steht als Verbrauchsdatum der 2. Oktober 2026. Korrekt wäre der 28. August 2026.
Die Pouletschnitzel wurden schweizweit angeboten. Wer noch eine Packung zu Hause hat, sollte sie nach dem 28. August nicht mehr essen.
Coop: Spinat enthält nicht deklarierte Allergene
Der Rückruf bei Coop betrifft den tiefgekühlten «Naturaplan Bio Spinat gehackt, ungewürzt» in der 500-Gramm-Packung. In einzelne Packungen wurde versehentlich Rahmspinat abgefüllt. Damit können Milch und Gluten enthalten sein, ohne dass dies entsprechend angegeben ist.
Relevant ist nur das Mindesthaltbarkeitsdatum 31. März 2028. Menschen mit einer Milch- oder Glutenallergie sollten den Spinat nicht konsumieren. Für Personen ohne diese Allergien besteht laut Coop keine gesundheitliche Gefahr.
Aldi: Rückruf für Energydrink
Beim Energydrink «Flying Power – Sugarfree» von Aldi fehlt eine wichtige Angabe: In der betroffenen Charge ist Aspartam enthalten, ohne dass der Süssstoff deklariert wurde. Aspartam ist eine Phenylalaninquelle und damit insbesondere für Menschen mit Phenylketonurie (PKU) relevant.
Der Rückruf gilt für die Artikelnummer 599102002 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 22. Juli 2026 und der Charge 323913. Personen mit PKU sollten den Drink nicht konsumieren. Für alle anderen besteht laut Rückruf kein entsprechendes Risiko.
Was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun?
Die betroffenen Produkte können in den meisten Fällen beim jeweiligen Detailhändler zurückgegeben werden. Migros, Coop und Lidl sowie Aldi beim zurückgerufenen Energydrink erstatten den Kaufpreis.