In Graubünden wird immer weniger geklaut
Die Kantonspolizei Graubünden ermittelt zurzeit wegen mehreren Taschendiebstählen an der Churer Fasnacht. Ein Teil des Deliktsgut wurde bei zwei Männern gefunden, die bereits festgenommen wurden. Wie viele Personen von den Diebstählen betroffen sind, ist noch unklar.
Laut Anita Senti, der Mediensprecherin der Kantonspolizei Graubünden, kommen solche Straftaten in Graubünden immer weniger oft vor. «Wir haben in den letzten Jahren eher einen Rückgang der Taschendiebstähle festgestellt», sagt sie. Wurden beispielsweise 2014 noch über 200 Taschendiebstähle registriert, sind es jetzt nur noch wenig über 100.
Jeder Hinweis zählt
Taschendiebe suchen sich für ihre Taten gerne Orte aus, an denen sich eine grosse Menschenmasse befindet. So wie am vergangenen Samstag bei der Churer Fasnacht. «Im Getümmel können sie sich den Opfern unauffällig nähern und diese berühren ohne, dass es auffällt», erklärt sie. Die Opfer würden den Diebstahl meist erst bemerken, wenn die Täter schon längst wieder in der Menschenmenge untergetaucht seien. Dass es in Graubünden nicht sehr viele Grossanlässe gibt, könnte also eine Erklärung für die tiefe Anzahl an Delikten sein.
Wem auffällt, dass ihm ein Wertgegenstand entwendet wurde, sollte sich umgehend bei der Polizei melden. «Wenn wir beispielsweise wie an der Churer Fasnacht ein Gerät finden oder beschlagnahmen können, können wir es natürlich nur zurückgeben, wenn der Diebstahl gemeldet wurde», sagt Senti. Ausserdem könne jeder kleinste Hinweis wichtig sein, um den Tätern auf die Spur zu kommen.