Unfall bei Maienfeld als Vorbild
Um etwa 19 Uhr krachte es am Donnerstag auf der Autobahn zwischen Landquart und Maienfeld. Drei Fahrzeuge waren in einen Unfall verwickelt – eines überschlug sich sogar. Drei Personen wurden verletzt und mit der Ambulanz in die umliegenden Spitäler gebracht.
Damit solche Rettungsmanöver schnell und effizient vonstattengehen können, müssen die Rettungskräfte den Unfallort rasch und ohne Umwege erreichen können. Auf der Autobahn, wo sich bei einem Unfall häufig ein grosser Stau bildet, ist dies meist nur mit einer Rettungsgasse möglich.
Laut Roman Rüegg, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, hat dies am Donnerstag nach dem Unfall in Maienfeld vorbildlich geklappt: «Es war auffallend, dass die Fahrzeuge wirklich alle zur Seite gefahren sind – die auf die Überholspur nach links und die auf der normalen Spur nach rechts.» So hätten die Rettungsfahrzeuge problemlos vorbeifahren können. Und was noch wichtiger ist: Die Rettungsgasse blieb auch bestehen, nachdem die ersten Rettungsfahrzeuge nach vorne gefahren sind.
Man müsse immer damit rechnen, dass noch weitere Rettungsfahrzeuge kommen würden, erklärt Rüegg. «Man weiss ja nicht genau was dort vorne los ist», so der Mediensprecher. Wenn die Rettungsgasse zu früh wieder zugemacht werde, behindere das nicht nur die Arbeit der Rettungskräfte, sondern führe auch dazu, dass der Verkehr erst verspätet wieder freigegeben werden könne.
Der Herdentrieb greift
Wenn bei einem Unfall auf der Autobahn keine Rettungsgasse gebildet wird, ist es für die Rettungskräfte äusserst schwierig überhaupt an die Unfallstelle zu gelangen. «Es kann sein, dass man in so einem Fall versucht, auf einer Parallelachse zum Unfallort zu kommen», erklärt Rüegg. Im alleräussersten Fall könne es sogar sein, dass man von der anderen Fahrseite der Autobahn her hinfahren müsse. «Das sind aber Extremfälle, die man, wann immer möglich, verhindern muss und im Normalfall auch verhindern kann», sagt Rüegg.