Es wird wieder abgestimmt: Diese Wörter verwendet die Jugend
Wenn Erwachsene durch die Strassen laufen und die Wortwahl der Jugendlichen hören, kann sich wegen des ein oder anderen Wortes schon einmal ein grosses Fragezeichen auftun. Dabei liegt die Jugendzeit gefühlt gar nicht so weit weg. Als man noch am «Relaxen» und nicht am «Chillen» war.
Dieses Jahr scheinen die Einreichungen der Jugendlichen und die Auswahl des deutschen Verlags Langenscheidt bunt gemixt zu sein. Darunter finden sich arabische Wörter, Laute, ganze Sätze und altbekannte Abkürzungen sowie Wörter.
Diese Wörter stehen dieses Jahr zur Auswahl:
– Talahon
Kommt aus dem Arabischen und steht für «Komm her» und wird genutzt von und für Menschen mit stereotypen Merkmalen oder Verhalten. Beispiel: «Mit meiner Brusttasche fühle ich mich heute wie ein Talahon.»
– YOLO
Steht für «You only live once.» Rechtfertigung für impulsive oder riskante Entscheidungen. Beispiel: «Gestern mein ganzes Gehalt für Bubble Tea und Klamotten ausgegeben. YOLO.»
– Yurr
Begrüssung und Einleitung einer Frage. Beispiel: «Yurr! Was ging am Wochenende?»
– Akh
Das arabische Wort für Bruder und wird als Anrede für einen Freund oder Bekannten verwendet. Beispiel: «Was geht morgen, Akh(i)?»
– Schere
Ein Begriff, der bei Online-Spielen benutzt wird, drückt ein Schuldeingeständnis aus oder dient als Bekenntnis, dass man etwas getan hat.
– Nein Pascal, ich denke nicht
Ausdruck der Ablehnung, besonders wenn jemand unrealistische Erwartungen hat. Beispiel: Wenn er sagt, das du dich als Erstes melden und die Dates planen sollst – «Nein Pascal, ich denke nicht.»
– Aura
Bezieht sich auf die persönliche Ausstrahlung oder den Status, oft scherzhaft verwendet. Beispiel: «Wenn du denkst, es gibt keine Stufe mehr und stolperst. Minus 5000 Aura.»– Anrede für einen Freund oder Bekannten. Beispiel: «Digga(h), komm mal her.»– Ausdruck der Unterstützung für den Einsatz von Pyrotechnik bei Sportveranstaltungen. Beispiel: «Pyrotechnik! Ist doch kein Verbrechen. Wir werden dafür kämpfen!» Starke Ablehnung, ähnlich dem englischen «Hell no.» Beispiel: Am Samstag um acht Uhr aufstehen? Hölle nein!»