Sicher Velo fahren mit Kindern
Ob man sich mit einem Velokinderanhänger durch den Strassenverkehr manövriert oder beim Fünf- oder Sechsjährigen mit klopfendem Herzen dabei zuschaut, wie das Velo schlingert: Es gibt immer wieder Momente, in denen man als Elternteil leer schluckt. Doch wenn man sich einige Tipps zu Herzen nimmt, bleibt das Risiko kalkulierbar. Wir verraten euch, wie ihr als Familie mit dem Velo sicher durch den Alltag kurvt.
Tipp 1: Die richtige Grösse
Klingt vielleicht etwas banal, ist aber nicht ganz ohne: Der Rahmen des Velos sollte nicht zu gross sein. Dir und deinem Kind zuliebe solltest du der Versuchung widerstehen, ein Velo mit einem zu grossen Rahmen zu kaufen, damit es das Kind möglichst lang fahren kann. Passende Rahmengrössen sorgen für die nötige Sicherheit, aber es gibt noch einen weiteren Grund: Positive Erlebnisse zu schaffen, ist in der Anfangsphase besonders wichtig: «Das Kind muss nur ein, zweimal blöd stürzen, und es verliert die Freude am Velofahren», sagt Marcel Leupi von LEUPI BIKE GmbH in Näfels.
Velos vom Fachhandel für Kinder sind leicht, damit die Kleinen ohne Weiteres auf- und absteigen können. Auch die restlichen Komponenten sind in der Regel der Grösse angepasst: Vom kürzeren Lenkerdurchmesser über kleinere Griffe bis hin zu kürzeren Kurbeln bei den Pedalen. Stützräder sind heutzutage überflüssig, weil die Kleinen oft mit dem Kinderlaufrad die ersten Erfahrungen auf zwei Rädern sammeln. Balance und Koordination beherrschen sie daher meist schon recht gut, wenn sie zum ersten Mal auf ein Velo mit Pedalen steigen. Ein Laufrad hat meist nur eine Hinterradbremse, ein Kindervelo sollte eine Vorder- und eine Hinterradbremse am Lenker haben.