«Wir versuchen, uns auf den schlimmsten Fall vorzubereiten»
Mit Marcus Caduff sprach Martin Deplazes.
Herr Caduff, der Bundesrat verzichtet auf eine Verschärfung der Massnahmen gegen Covid-19. Ist der Bundesratsentscheid im Sinne der Bündner Regierung?
Er ist im Sinne der Bündner Regierung. Es ist verständlich, dass die Massnahmen, welche bis am 24. Januar gelten, verlängert werden. Ob es bis Ende März sein wird, muss man schauen. Wir erhoffen uns eine gewisse Flexibilität – nicht nur für Verschärfungen, sondern auch für allfällige Lockerungen. Ist die Situation zum Beispiel bis Ende Februar besser, dann sollte man entsprechend reagieren können.
Ebenfalls gibt es eine Änderung in der Isolation- und Quarantäneregelung. Ab morgen sollen die Quarantäne und Isolation nämlich nur noch fünf Tage gehen. Hat die Wirtschaft auf diesen Entscheid gewartet?
Das entspricht dem, was wir gefordert haben. Wir begrüssen deshalb den Entscheid.
Gar keine Quarantäne soll es für Menschen geben, die ihre letzte Impfung vor weniger als vier Monaten bekommen haben oder vor weniger als vier Monaten genesen sind. Ist dieser Entscheid auf die drohenden Personalausfälle zurückzuführen?
Ja, das ist nachvollziehbar. Wir haben allein im Kanton Graubünden etwa 10'000 Personen, die entweder in Isolation oder in Quarantäne sind. Es kann also sein, dass gewisse Betriebe schliessen müssen, weil ein grosser Teil des Personals fehlt.