Weitere Fragezeichen um Bischof Huonders Pension
Nach Ostern werde der Churer Bischof Vitus Huonder in Pension gehen und fortan im Knaben-Internat «Sancta Maria» in Wangs (SG) leben, einem Institut der konservativen Piusbruderschaft. Dies stehe im Zusammenhang mit einem Auftrag der Glaubenskongregation an Huonder, den Kontakt zur Piusbruderschaft zu pflegen, hiess es damals vom Bistum.
Dem widerspricht nun die Redaktion der SRF-Sendung Rundschau. Auf Nachfrage beim Vatikan in Rom heisst es: «Der Pressestelle des Heiligen Stuhls ist kein offizieller Auftrag der Glaubenskongregation an Bischof Vitus Huonder bekannt, um den Kontakt mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu halten.» Auf Anfrage von SRF und nun auch von suedostschweiz.ch äusserte sich das Bistum nicht zu dieser Darstellung.
Und auch beim Bistum St. Gallen, in dessen Einflussgebiet sich das Institut der Piusbrüder befindet, hat laut SRF keine Kenntnis von einem Auftrag des Vatikans an Vitus Huonder. Kanzler Claudius Luterbach sagt demnach, das Bistum sei nie über einen aktuellen Auftrag informiert worden.
Wann denn nun der Umzug von noch-Bischof Vitus Huonder nach Wangs erfolge, sei ausserdem noch nicht geklärt. Das Generalhaus der Piusbrüder im Kanton Zug habe dem SRF mitgeteilt, dass sich Huonders Umzug verzögere. Auch zu dieser Verzögerung und was das für Bischof Huonder und das Bistum Chur bedeutet, war vom Bistum auf Nachfrage von suedostschweiz.ch keine Antwort zu erhalten. (ofi)
So wird der Nachfolger von Vitus Huonder als Bischof des Bistums Chur bestimmt: