Wie gefährlich ist die Unfallstrecke auf der Lenzerheide?
von Mara Schlumpf und Nicole Nett
Auf der Lenzerheide kam es in diesem Jahr bereits zu zwei tödlichen Unfällen. Im Februar starben beide Insassen des Unfallautos nach der Kollision mit einem Postauto. Die Reisenden im Car kamen mit einem Schrecken davon. Ende November dann der zweite tragische Unfall, nur wenige Hundert Meter von der Februar-Unfallstelle entfernt. Auch diesmal geriet ein Auto ins Schleudern und prallte in ein Postauto. Der 33-jährige Fahrer des Autos verstarb noch auf der Unfallstelle. In welchem Zusammenhang stehen diese beiden tragischen Unfälle? Nur bedingt, sagt Roman Rüegg von der Medienstelle der Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage: «Die Unfallstellen liegen rund 700 Meter voneinander entfernt, weshalb beide Verkehrsunfälle separat beurteilt werden müssen. Der Unfallhergang war in beiden Fällen so, dass jeweils Autolenkende auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern gerieten und deren Autos frontal-seitlich oder seitlich auf die Gegenfahrspur gerieten und dort unglücklicherweise mit einem Postauto kollidierten.»
Strecke wird geprüft
Auch wenn die beiden Ereignisse nicht in direktem Zusammenhang stehen, behält die Kantonspolizei Graubünden, aber auch das Tiefbauamt Graubünden (TBA), die Strecke im Auge, wie es heisst. «Die Kantonspolizei Graubünden wertet sämtliche tödlichen Verkehrsunfälle jeweils auf allfällige Massnahmen aus. So auch die beiden, voneinander unabhängigen Verkehrsunfälle», so Rüegg. Und das Tiefbauamt seinerseits schliesst sich dem an: «Auch das TBA beurteilt und prüft die Infrastruktur auf mögliche Defizite.»
Das Klima rund um den Heidsee könnte bei den Unfällen eine Rolle gespielt haben. So sagt Rüegg: «Diesen Punkt gilt es abzuklären und dies fliesst sicherlich in die Auswertung ein. Es muss jedoch klar hervorgehoben werden, dass die Strasse schneebedeckt war und somit alle Verkehrsteilnehmenden herausgefordert waren. Auf schneebedeckten Fahrbahnen können kleinste Fahrfehler fatale Folgen haben.»