Studie: Viele Mobilfunkanbieter senken Roamingpreise
Vor den Sommerferien haben viele Schweizer Mobilfunkanbieter ihre Preise für die Benutzung des Handys im Ausland (Roaming) gesenkt. Die Senkung ist deutlich ausgefallen, wie eine Analyse des Internetvergleichsdienstes Moneyland ergab.
«Bei den Roamingpaketen gibt es in diesem Jahr im Schweizer Markt so viel Bewegung wie seit vielen Jahren nicht mehr», erklärte Moneyland-Telekomexperte Ralf Beyeler in einem Communiqué vom Donnerstag. Insbesondere bei Salt und Coop Mobile seien die Roamingpakete im Vergleich zum Sommer 2025 massiv günstiger geworden. Aber auch andere Anbieter wie Quickline, Digital Republic und Sunrise hätten die Preise reduziert.
Aber nicht alle Anbieter hätten ihre Preise gesenkt, schrieb Moneyland: «Bei den Sunrise-Marken Swype, Lebara und Yallo sind die Preise für EU-Roaming seit fünf Jahren gleich.»
Salt-Kunden würden seit Juni 2026 von einer neuen Einteilung der Europazone profitieren: «Endlich zählen auch bei Salt alle EU-Länder zur Europazone», schrieb Moneyland. Das gelte auch für die anderen Salt-Marken Gomo, Lidl Connect, Post Mobile und Sky Mobile. Bei Swisscom, Sunrise und anderen Anbietern enthalten die Europazonen seit vielen Jahren alle EU-Länder.
Teils massiver Preisrutsch
Moneyland hat für die Analyse drei Kostenvergleiche durchgeführt. Der erste Kostenvergleich berechnet die Kosten für ein typisches Ferienprofil: vier Reisen innerhalb eines Jahres in unterschiedliche EU-Länder, nämlich zwei Wochen Sommerferien, eine Woche Herbstferien sowie zwei viertägige Städtereisen. Berechnungsgrundlage sind insgesamt 14 Gigabyte (GB) Datenroaming und 30 Minuten Telefongespräche.
In diesem Vergleich ist das Preisniveau deutlich gesunken: «Bei 15 der 20 untersuchten Anbieter liegen die Kosten 2026 unter 100 Franken. Im Vorjahr war das nur bei vier Anbietern der Fall», erklärte Ralf Beyeler.
Am günstigsten ist M-Tel mit Kosten von 33,75 Franken. Dahinter folgen Salt sowie die Salt-Marken Gomo, Lidl Connect, Post Mobile und Sky Mobile mit 39,95 Franken. Salt habe die Preise gegenüber dem Vorjahr um 88 Prozent gesenkt. Dies sei eine Überraschung, sagte Beyeler: In den vergangenen Jahren habe Salt in der Roamingstudie stets zu den teuersten Anbietern gehört.