Standort-Verantwortlicher von Gunten zieht positive Zwischenbilanz
Patrick von Gunten ist Verantwortlicher des Standorts Zürich und mit dem WM-Verlauf sehr zufrieden. Als künftiger Director Sport des Schweizer Verbandes wartet bereits die nächste Herausforderung.
Patrick von Gunten ist aktuell schwierig zu erreichen. Kein Wunder, gehört er doch dem Organisationskomitee der Heim-WM an und verantwortet den Standort Zürich, auch was die ganze Planung des Sportbereichs betrifft – angefangen mit dem Spiel-, dem Trainings- und dem Garderobenplan über die Betreuung der Teams vor Ort bis hin zu den Schiedsrichtern.
«Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten haben wir uns gut eingelebt», sagt von Gunten. Die grössten Herausforderungen seien die Menge an Leuten gewesen. «Es ist viel los mit zwei bis drei Spielen pro Tag, mit 250 Sicherheitsleuten, mit 600 bis 700 Volunteers, die zum ersten Mal zusammenarbeiten. Zu Beginn hatten wir gewisse Probleme, die wir beheben mussten. Manchmal sind für uns gewisse Sachen klar, die für einen Besucher, der zum ersten Mal hier ist, noch nicht klar sind. Da mussten wir uns anpassen. Aber das ist normal bei einer WM. Obwohl man es eigentlich weiss, unterschätzt man es manchmal etwas, was für ein massiver Event es ist.»
Mit den ersten Tagen der WM kann von Gunten sehr zufrieden sein. Die Stimmung war nicht nur bei den Schweizer Spielen prächtig, auch die Fanzone auf dem nahe gelegenen Juchhof-Areal, das sich unweit des Stadions befindet, ist gut besucht. Es sei ein kleines Risiko gewesen, sie dort zu platzieren. «Aber die Leute kommen und geniessen es.» Sein bisheriges Fazit: «Es läuft besser, als wir es uns erträumt hatten.» Nun gelte es, sich auf die steigenden Temperaturen vorzubereiten. Für Sonntag und die darauffolgenden Tage sind 29 Grad angekündigt.
Beeindruckender Lebenslauf
Einige Herausforderungen warten auf von Gunten auch nach der WM. Im Juni tritt er die Nachfolge von Lars Weibel, der selber gekündigt hat, als Director Sport des Schweizer Verbandes an. Er ist ab dann für alle Nationalmannschaften zuständig. Der 41-Jährige setzte sich in der Wahl gegen Paolo Duca durch – der langjährige Sportchef von Ambri-Piotta war der Wunschkandidat der Vereine der National League.