St. Galler Kantonspolizei soll mehr Personal erhalten
Regierungsrat Christof Hartmann (SVP) hat am Mittwoch den seit langem erwarteten Bericht über die Polizeiliche Sicherheit vorgelegt. Zum Fazit gehört, dass die Kantonspolizei bis 2031 um rund 100 Stellen aufgestockt werden soll. Eine weitere Erhöhung des Personalbestandes um 140 Leute ist in den Folgejahren angedacht.
Rund 1000 Mitarbeitende zählt die Kantonspolizei St. Gallen derzeit. Folgt deren Ausbau dem Willen von SVP-Regierungsrat Christof Hartmann, Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements, sowie der Gesamtregierung erhält die Kantonspolizei in zwei Etappen rund 240 Mitarbeitende mehr.
In einem ersten Schritt sollen es bis in das Jahr 2031 rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich sein. Weitere 140 würden bis 2036 dazu kommen. Dies zeigt der Bericht «Polizeiliche Sicherheit: etappierter Ausbau der Kantonspolizei», der die strategische Weiterentwicklung der Kantonspolizei in den kommenden Jahren aufzeigt.
Am Ausbau führt aus Sicht von Christof Hartmann kein Weg vorbei. Ab 2021 habe es viele Abgänge gegeben. «Medial hat man von einer Kündigungswelle gesprochen», sagte Hartmann am Mittwoch vor den Medien. Vor allem die Wiederbesetzung der Stellen von Mitarbeitenden mit einer Polizeiausbildung habe sich schwierig gestaltet.
Allein bei der Regionalpolizei fehlten aktuell 30 Personen. Auch der Blick auf die Polizeidichte im Kanton, also das Verhältnis der Anzahl Polizistinnen und Polizisten zu allen Einwohnenden, mache die Notwendigkeit des Ausbaus deutlich.
St. Gallen ist im letzten Drittel
«Gesamtschweizerisch waren wir immer im letzten Drittel der Polizeidichte. Letztes Jahr auf Platz 20», sagte Hartmann. Die Polizeidichte erlaube zwar keine direkten Rückschlüsse auf die Sicherheitslage im Kanton.
Sie habe aber Einfluss auf die sichtbare Polizeipräsenz, die Interventionszeit in Notfällen und auf Delikte, die aufgrund von Kontrollen aufgedeckt würden. «Im Minimum» müsse die Polizeidichte erhalten werden können.