Sidney Crosby und Macklin Celebrini bilden ein kanadisches Superduo
Die beiden grössten Stars dieser Hockey-WM spielen für Kanada. Der Sidney Crosby (38) ist der erfolgreichste Spieler der letzten zwei Jahrzehnte, Captain ist aber der halb so alte Macklin Celebrini.
Es ist ein ungewohntes Bild. Auf der Brust von Sidney Crosby prangt ein «A» – nicht das gewohnte «C». Der 38-Jährige aus der Atlantikprovinz Nova Scotia gehört dem exklusiven Triple Gold Club an und hat jede der drei Trophäen – Olympiasieg, Weltmeisterschaft und NHL-Titel – mindestens einmal als Captain gewonnen. Die Pittsburgh Penguins, mit denen er drei Stanley Cups gewonnen hat, führt Crosby seit 19 Jahren an, im kanadischen Nationalteam war er, wenn er dabei war, seit zwölf Jahren immer der Captain. Bis zu dieser WM.
«Eine grosse Ehre»
Hat er sich schon daran gewöhnt, «nur» noch der Assistenzcaptain zu sein? Crosby schmunzelt, schaut in der Mixed Zone des Stadions in Freiburg kurz auf sein Dress und sagt dann zu Keystone-SDA. «Ja, es ist eine Weile her, dass ich ein ‹A› trug. Aber es fühlt sich nicht anders an.» Er lacht. «Doch, es ist etwas leichter.» Der zweifache Olympiasieger und Weltmeister von 2015 entschied sich erst drei Tage für Turnierstart für seine vierte WM-Teilnahme. Dies ist wohl der Grund, dass der als «Captain Canada» berühmte Crosby das Amt diesmal nicht inne hat.
Das «C» trägt ein Teenager, der halb so alt ist wie der Superstar – und der alle Anlagen besitzt, dessen legitimer Nachfolger zu werden. 115 Skorerpunkte verbuchte Macklin Celebrini in seiner zweiten NHL-Saison. In Freiburg spielt er Center in einer Linie mit Crosby. Fast bei jedem Einsatz entlocken die beiden den Zuschauern ehrfürchtige Ahs und Ohs. Hier zelebrieren – nomen est omen – zwei Spitzenkönner Eishockey auf höchstem Niveau.
Die Medien fokussieren vorerst noch etwas stärker auf Crosby. Fünf Minuten vor diesem wäre es Celebrini fast gelungen, unbemerkt durch die Mixed Zone zu huschen. Fast. Er sieht tatsächlich aus wie ein Teenager, bleiches Gesicht, Bartwuchs Fehlanzeige. Ein Mann der grossen Worte ist er nicht, der höfliche junge Mann lässt lieber sein Hockey sprechen.