Der Hang rutscht weiter, die Evakuierten können aber zurück in ihre Häuser
Der Rutsch im Gebiet Wagenrunse in Schwanden bleibt aktiv. Am Freitagmittag wurde an der gesperrten Niderentalstrasse eine erneute Rutschung festgestellt, wie die Gemeinde auf ihrer Homepage meldete. Fünf bewohnte Häuser mussten wieder evakuiert werden, neun Personen mussten wie schon am Karfreitag auswärts übernachten.
Nun hat sich die Lage offenbar wieder etwas entspannt. Das ist dem Update der Gemeinde von Sonntagabend zu entnehmen: «Aufgrund der jüngsten Entwicklung werden die am Freitagabend angeordneten Evakuierungen und Absperrungen im Dorfbereich per sofort aufgehoben.»
Gebiet bleibt «strikte zu meiden»
Gemeindepräsident Hansruedi Forrer bestätigte am Montag die Meldung. «Die Messungen gehen weiter», sagte er, «die Fachleute sammeln weitere Daten.» Mehr Informationen seien im Moment nicht erhältlich.
Ein Steinschlag oder eine plötzliche Rutschung mit unmittelbarer Gefährdung der unten liegenden Gebäude unter den gegebenen Bedingungen ist wenig wahrscheinlich.»
Hansruedi Forrer, Gemeindepräsident Glarus Süd
Das abgesperrte Gebiet sei nach wie vor strikte zu meiden, heisst es im Update, das die Gemeinde Glarus Süd am Sonntag um 19.30 Uhr auf ihrer Website gepostet hat. Fachleute, unter ihnen Geologen, seien aufgrund intensiver Messungen und Beobachtungen zum Schluss gekommen, «dass ein Steinschlag oder eine plötzliche Rutschung mit unmittelbarer Gefährdung der unten liegenden Gebäude unter den gegebenen Bedingungen wenig wahrscheinlich ist».