Rund 40 Tote und 115 Verletzte nach Feuer in Bar in Crans-Montana
In einer Bar im Walliser Ferienort Crans-Montana, in der Silvester gefeiert wurde, ist in der Nacht auf Neujahr ein Brand ausgebrochen. Etwa 40 Menschen kamen ums Leben. 115 wurden verletzt, zahlreiche erlitten schwere Verbrennungen.
Etliche der Opfer waren junge Leute, und zahlreiche dürften aus dem Ausland angereist sein, wie die Walliser Behörden im Lauf des Neujahrstages bekanntgaben. Die Umstände des Brandunglücks waren am Donnerstag unbekannt, eine Strafuntersuchung wurde aufgenommen, wie die Walliser Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud sagte.
«So schnell wie möglich Antworten»
Die Behörden schlossen indes ein Attentat aus. Verdächtigte gebe es nicht und entsprechend auch keine Festnahmen, sagte Pilloud am Abend. Zweck der Ermittlungen sei es, die Ursache der Katastrophe in der Bar "Le Constellation"zu klären.
Die Untersuchungsbehörden setzen alles daran, die Hintergründe der Katastrophe auszuleuchten, betonte Pilloud. Man wolle «so schnell und so umfassend wie möglich» Antworten auf die zahlreichen Fragen geben, die sich die betroffenen Familien stellten.
Zum Hergang des Unglücks verfolge die Staatsanwaltschaft mehrere Hypothesen. Im Zentrum stehe, dass der ganze Raum Feuer gefangen habe und es dann zu einer Explosion gekommen sei. Mehrere Zeugen seien vernommen worden; zudem seien Mobiltelefone sichergestellt worden, die nun analysiert würden.
Priorität habe indessen die Identifizierung der rund 40 Todesopfer, stellte Pilloud klar. Es müsse möglichst rasch Gewissheit herrschen, damit die Toten den Angehörigen übergeben werden könnten. Nicolas Féraud, Gemeindepräsident von Crans-Montana, wies auf die jährlichen Sicherheitskontrollen in den Lokalen im Ort hin.