Romanshorn TG stimmt im September über Surfpark ab
Die Stimmberechtigten von Romanshorn TG entscheiden Ende September an der Urne über ein Wassersportzentrum mit einer Surfanlage. Das rund 75 Millionen Franken teure Projekt der Zürcher Firma Waveup Creations AG soll privat finanziert werden. Nötig ist aber die Vergabe eines Baurechts durch die Stadt.
Die Romanshornerinnen und Romanshorner entscheiden am 27. September über einen grossen Wurf, wie die Stadt Romanshorn am Donnerstag mitteilte. Das Freibad am Ufer des Bodensees soll durch private Investoren neu gebaut werden.
Ergänzt werden soll das Badi-Areal unter anderem mit einem Surfbecken, weiteren Sportanlagen, einem Wellnessbereich und einem renaturierten Seeufer. Das Schwimmbad soll ausserdem im Winter dank einer Dachkonstruktion als Hallenbad genutzt werden können.
Nationales Leistungszentrum geplant
Das Projekt bewege sich in einer finanziellen Grössenordnung von 70 bis 75 Millionen Franken, erklärte Pascal Brotzer, Verwaltungsratspräsident von Waveup, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das Wassersportzentrum solle zu einem Treffpunkt für Wassersportlerinnen und Wassersportler werden.
Hinter dem Projekt stehen gemäss Firmenwebsite Partner aus Sport, Sportförderung, Politik und Unternehmertum, wie das Sportanlagenkonzept des Bundes (NASAK), das Thurgauer Sportamt, das Bundesamt für Sport, Swiss Olympic und Swiss Surfing. Finanzielle Beteiligungen seien denkbar, so Brotzer. Für den Surfsport sei die Anlage etwa als nationales Leistungszentrum vorgesehen.
Stadt sieht grosse Chance
Die Anlagen sollten durch Waveup beziehungsweise Investoren finanziert werden. Das Areal bliebe im Besitz der Gemeinde Romanshorn. Bekommt die Firma grünes Licht für den Baurechtsvertrag, könnte das Projekt tatsächlich weiterverfolgt und realisiert werden. Das Unternehmen rechnet mit einer Bauzeit von insgesamt drei Jahren.