Nicht mal Schweden kann die Schweiz stoppen
Die Schweiz steht bei der Eishockey-WM erneut im Halbfinal und trifft dort am Samstag auf Norwegen. Nach der perfekten Vorrunde bodigt das Team um Captain Roman Josi auch den Angstgegner Schweden 3:1.
Was gibt es besseres, um die bösen Dämonen auszutreiben, als einen 20-fachen Grand-Slam-Champion. Roger Federer verkündet am Donnerstagabend in der Garderobe des Eistempels von Zürich-Altstetten die «Starting Six» und läutet anschliessend die traditionelle Glocke zum Start des Spiels gegen Schweden.
Da kann selbst gegen den Angstgegner Schweden nichts mehr schief gehen. Genau genommen geht zwar im Startdrittel einiges schief, doch dieses gefestigte Schweizer Team kann auch auf Rückschläge wie das 0:1 in der 9. Minute reagieren. Im Mitteldrittel ist es ein Doppelschlag von Denis Malgin (33.) und Calvin Thürkauf (37.) vom 1:1 zum 3:1, der die Mannschaft von Chefcoach Jan Cadieux auf Kurs bringt.
Fehlstart eindrücklich korrigiert
Sie korrigieren damit den Fehlstart endgültig. Das 0:1 durch Linus Karlsson von den Vancouver Canucks, der Goalie Leonardo Genoni mit der ersten gefährlichen Aktion zwischen den Schonern erwischt, ist der erste Rückstand der Schweizer an dieser Heim-WM überhaupt. Und es hätte noch schlimmer kommen können. Dean Kukan leistet sich einen Crosscheck, das Spiel ist für den ZSC-Verteidiger bereits nach weniger als sieben Minuten beendet. In der folgenden Fünfminuten-Strafe fällt das vermeintliche 0:2, es wird wegen einer klaren Kickbewegung jedoch wieder getsrichen. Überhaupt agieren die Schweizer in Unterzahl sehr überzeugend. In der 14. Minute ist der Schaden nach einem Handgelenk-Schuss von der blauen Linie und dem 1:1 des einmal mehr überragenden Roman Josi wieder korrigiert.
Insgesamt sind Josi und Co. den jungen Schweden mit gleich vier aktuellen U20-Weltmeistern auf dem Eis klar überlegen. Erst im Mitteldrittel zeigt sich die starke Leistung aber auch auf der Resultattafel. Malgin entwischt mit einem seiner bekannten Rushes und schliesst eiskalt ab, danach wird Thürkauf im ersten Powerplay von Nico Hischier mustergültig bedient. Etwas Glück haben die Schweizer, als Timo Meier für einen weiteren Crosscheck mit einer kleinen Strafe glimpflich davonkommt.