Nationaltrainer Cadieux: «Wir sind bereit für den nächsten Schritt»
Die Schweizer reiten an der Heim-WM nach der perfekten Vorrunde auf der Euphoriewelle. Im Viertelfinal am Donnerstagabend wartet mit Schweden ein unangenehmer Gegner. Doch wenn nicht jetzt, wann dann?
Es sind «langweilige» Aussagen, welche die Spieler und Cheftrainer Jan Cadieux immer wieder von sich geben: «Wir kontrollieren, was wir kontrollieren können, wollen uns auf uns selbst fokussieren, nehmen Shift für Shift.» Doch letztendlich geht es genau darum, um erfolgreich zu sein.
Gerade an einer Heim-WM ist es noch wichtiger, in einer Bubble einzutauchen und sich nicht von aussen ablenken zu lassen. Das ist den Schweizern bisher optimal gelungen – sie haben zum ersten Mal die Vorrunde mit dem Maximum von 21 Punkten abgeschlossen.
Fast überall top
Dementsprechend gross ist die Euphorie und die Erwartungshaltung hierzulande, der Traum, zum ersten Mal Weltmeister zu werden, lebt mehr denn je. Die Schweiz schoss gruppenübergreifend am meisten Tore (39) und kassierte am wenigsten Gegentreffer (7) – beides ihre besten Werte seit Einführung der Achtergruppen im Jahr 2012. Die Gastgeber verzeichneten zudem die beste Schusseffizienz (16,53 Prozent) und stellten das beste Boxplay (92,86). Im Powerplay (34,78) waren einzig die USA (35,00) minimal besser. Zusätzlich stellt die Schweiz auch den aktuellen Topskorer des Turniers: Sven Andrighetto, der mit vier Toren und neun Assists zu Buche steht.
Dass die Schweizer auf einer Mission sind, war nach dem hart erkämpften 4:2-Sieg am Dienstag gegen das zuvor ebenfalls verlustpunktlose Finnland deutlich zu spüren. Die Spieler freuten sich zwar, hielten die Emotionen aber in Grenzen, im Wissen, dass es nun mit der K.o.-Phase erst richtig losgeht.
Angstgegner Schweden
Die erste Hürde könnte aus mentaler Sicht kaum höher sein. Die Schweden sind durchaus als Angstgegner der Schweizer zu bezeichnen, gab es gegen die Skandinavier doch weder an Weltmeisterschaften noch an Olympischen Spielen in einer Alles-oder-nichts-Partie einen Sieg. Am nächsten kamen die Schweizer einem solchen im WM-Final 2018, als sie erst im Penaltyschiessen unterlagen.