Mit fachgerechter Installation für sichere Solaranlagen sorgen
von Markus Feltscher, Direktor der Gebäudeversicherung Graubünden
Solaranlagen, seien das Photovoltaik- (PV) oder auch thermische Anlagen, tragen einen immer grösseren Anteil am gesamten erneuerbaren Energieangebot bei, unterstützen damit die Energiewende und tragen den Forderungen nach Massnahmen bezüglich Klimawandel Rechnung.
Panelbrand: anspruchsvolles Löschen
Das Potenzial für Solaranlagen in der Schweiz ist riesig. Bei den PV-Anlagen werden entweder Aufdach- oder Indachanlagen gebaut. Indachanlagen sind ästhetischer, aber auch brandanfälliger. Die Isolation der Elektrokabel, welche die einzelnen Panels verbinden und den Strom zum Wechselrichter führen, könnte verletzt sein. Das kann zur Erhitzung des Unterdachs und im Extremfall zu einem Brand führen. Das Löschen von Panelbränden ist für die Feuerwehr anspruchsvoll. Beim Einsatz einer entsprechenden Software werden Hauseigentümer allenfalls gewarnt, wenn schadhafte Panels ausfallen oder unerklärliche Minderleistungen angezeigt werden. Um weitere Probleme zu vermeiden, ist in solchen Fällen umgehend eine Fachfirma zu konsultieren.
Der Brandgefahr entgegenwirken
Der Brandgefahr kann mit betrieblicher oder mit baulicher Prävention entgegengewirkt werden. Hinsichtlich der betrieblichen Prävention kann der Hauseigentümer seiner Solaranlage-Installationsfirma einen Auftrag zur Kontrolle erteilen – oder noch besser ein Serviceabonnement lösen. Lecks können mit drei Technologien entdeckt werden. Erstens: Eine mit Wärmebildkamera ausgerüstete Drohne kann partielle Erwärmungen entdecken. Zweitens: Lichtbögen machen ein Geräusch und verursachen hochfrequente Stromstörungen, welche mit speziellen Detektoren erkannt werden. Und drittens erkennen Modul-Optimizer Leistungsabfälle.