Gemeindepräsident Albertin: «Heute ist einer der besten Tage seit der Evakuierung»
Der Gemeindeführungsstab informierte am Freitagnachmittag in Tiefencastel über bisher Bekanntes und offene Fragen rund um die Situation in Brienz/Brinzauls. In der Nacht auf Freitag kam ein «sehr grosser Teil» der absturzgefährdeten Felsmassen über Brienz/Brinzauls herunter.
«Heute ist einer der besten Tage seit der Evakuierung», sagte Gemeindepräsident Daniel Albertin vor den Medien. Es sei eine Erleichterung zu spüren, denn das Abwarten auf den Berg war lange. Nun sei der Berg jedoch so runtergekommen, wie man es sich erwünscht habe und niemand sei zu Schaden gekommen.
Weiter bedankt sich Albertin bei den Geologen und allen Experten im Namen der Gemeinde und der Einwohnerinnen und Einwohner. «Dennoch: Die Brienzerinnen und Brienzer müssen noch geduldig sein». Es könne dauern, bis das Dorf wieder genug sicher sei, um dort wieder leben und arbeiten zu können.
Phase Blau als zusätzliche Sicherheit
Rund zwei Drittel der «Insel» seien heruntergekommen, erklärte Geologe Stefan Schneider. So sei die Gefahr der «Insel» für das Dorf nun sehr viel kleiner. Die Wahrscheinlichkeit, dass der restliche Teil der «Insel» eine grosse Gefahr für das Dorf sein könnte, schätzen die Experten als relativ klein ein. Eine gute Nachricht sei, dass das Dorf nicht zu Schaden gekommen sei, denn damit habe man nicht unbedingt rechnen können, so der Geologe.
