Mäder und Kernen überzeugen mit starkem Saisonstart
Babypause hier, Spitzensport-RS da: Trotz verschiedenen Lebensphasen bilden Joana Mäder und die 14 Jahre jüngere Leona Kernen neu ein Beachvolleyball-Duo. So haben sie den Start erlebt.
Was war das für ein Auftakt in die Saison. An den zwei Elite16-Turnieren in Brasilien trotzen Joana Mäder und Leona Kernen dem frenetischen Publikum und besiegen gleich drei einheimische Teams. Zudem entscheiden sie das Schweizerinnen-Duell mit Anouk und Zoé Vergé-Dépré für sich. In der Hauptstadt Brasilia winkt dem neuformierten Team der Einzug in die Halbfinals, ehe Mäder und Kernen in einem mitreissenden Kampf gegen die letztjährigen WM-Bronze-Gewinnerinnen scheitern.
Die sechs Satzbälle, die im Duell gegen Carol/Rebecca ungenutzt blieben, tun auch eine Woche später noch ein bisschen weh. «Für mich war es schwierig, diese Atmosphäre auszublenden und bei mir selbst zu bleiben», sagt Kernen nach einem Training in Bern. «Und wenn im entscheidenden Moment der Mut etwas fehlt, wird das halt sofort bestraft – vor allem gegen die aktuelle Weltnummer 1.»
Das Positive überwiegt jedoch deutlich: Sie hielten mit den besten Teams der Welt mit und feierten ein paar schöne Siege. «Das ‹fägt›», hält Mäder fest. «Denn gleichzeitig wissen wir, dass immer noch viel Luft nach oben ist.» Für die 34-Jährige waren es die ersten Elite16-Turniere seit August 2024.
Mäders neue Doppelrolle
In dieser Zeit ist bei Joana Mäder so einiges passiert. Ihr Partner Stefan und sie wurden erstmals Eltern, und alles drehte sich um Töchterchen Malia. Die neue Situation, die sie beide teilweise auch etwas überforderte, liess Mäder zunächst daran zweifeln, ob sie wieder auf die Tour zurückkehren würde. Dass das Feuer bei ihr zurückkehrte, lag auch daran, dass sie die Spiele ihres Bruders Adrian Heidrich regelmässig im Livestream verfolgte.
Es stellten sich Mäder nun zwei Fragen: Wie ist das Leben mit Spitzensport und Familie? Und: Mit wem soll und kann sie ein Team bilden?