Engadin Skimarathon wegen Schneemangels mit neuer Streckenführung
Die aktuelle Schneelage und die hohen Temperaturen in den Alpen führen beim Engadin Skimarathon zu einigen Änderungen in der Streckenführung, wie die Veranstaltenden in einer Medienmitteilung bekannt gaben. Zum ersten Mal werden darum die 12'500 Läuferinnen und Läufer über den St. Moritzersee laufen, die Strecke wird in St. Moritz-Bad über die Polowiese auf den See geführt. Das Feld passiert St. Moritz, um dann zur Meierei aufzusteigen. Dort wechselt die Strecke auf die mit Schnee bedeckte Strasse zum Stazersee, überquert den See, steigt dann wieder auf der Strasse zum höchsten Punkt des Rennens und biegt dort wieder ein auf die Originalspur mit der Abfahrt nach Pontresina.
Strecke zwischen Maloja und S-chanf kann gelaufen werden
Auf dem Silser- und Silvaplanersee wird die oberste Eisschicht maschinell aufgeraut, mit dem vorhandenen Naturschnee zu Eis-Schnee verarbeitet und als Skating-Loipe präpariert. Es wird aber nicht möglich sein, auf den beiden grossen Seen eine klassische Spur zu präparieren. «Dank der zusätzlichen Präparierung der grossen Seen und der Anpassungen nach St. Moritz werden wir die 42 Kilometer lange Strecke zwischen Maloja und S-chanf anbieten können», sagt Menduri Kasper, CEO des Engadin Skimarathon. «Das Verfahren zur Präparierung der Seen ist nicht neu: Schon 2008 wurde die oberste Eisschicht zu Schnee verarbeitet. Die Loipe war hart, aber sie hat gut funktioniert.»
Auch die Spezialstreckenführung über den St. Moritzersee ist bereits erprobt: 2021, als wegen der Pandemie nicht der Engadiner, sondern ein Weltcup über 50 Kilometer ausgetragen wurde, lief das Feld auf dieser Strecke. «Es ist wichtig, dass wir die sensiblen Moorgebiete im Stazerwald bei der aktuellen Schneelage nicht überstrapazieren.»