Sicherheitsrisiko: Oberhalb der Engadinerstrasse müssen Felsblöcke abgetragen werden
von Matthias Fritschi und Corinne Raguth Tscharner
Zwischen Martina und Vinadi, auf der gegenüberliegenden Seite des Gemeinschaftskraftwerks Inn, ragen vier aufeinander liegende labile Felsblöcke sowie ein absturzgefährdeter Felskopf in die Höhe. Sie könnten in den nächsten Jahrzehnten zum Sicherheitsrisiko für Autofahrerinnen und Velofahrer auf der Kantonsstrasse werden. Dies haben das Tiefbauamt und das Amt für Wald und Naturgefahren frühzeitig erkannt, wie der Kanton Graubünden am Montag mitteilte.
Dass die Felsblöcke labil seien und zur Gefahr werden könnten, habe man im Zuge von geologischen Aufnahmen entdeckt, sagte Gian Cla Feuerstein, Regionalleiter beim Amt für Wald und Naturgefahren, gegenüber Radio Südostschweiz. Die Strecke sei ein Hotspot im Steinschlagbereich der Engadinerstrasse. «Wir haben die Strecke immer im Blick und überprüfen verschiedene Punkte», so Feuerstein. Zudem gebe es Stellen, die ständig überwacht und auch bearbeitet werden, dazu gehöre der erwähnte Felskopf.
Arbeiten beginnen im August
Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden im Bereich Ovella zu gewährleisten, werde die gefährliche Felsformation teilweise abgetragen beziehungsweise gesichert, heisst es in der Mitteilung des Kantons. Die ersten Sicherungsmassnahmen beginnen bereits im August.
Diese Verkehrsbehinderungen stehen an:
Die Arbeiten zur Sicherung der Strasse dauern rund drei Monate und es wird zu kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen kommen. So muss die bergseitige Fahrbahn während der Bauarbeiten gesperrt werden. Der Verkehr wird vom 7. August bis 10. Oktober auf einer Länge von rund 300 Metern einspurig geführt und mittels Lichtsignalanlage geregelt. An einzelnen Tagen sind kurze Sperrungen von maximal 15 Minuten möglich.