Gebäude dämmen – eine gute Investition
von Michael Casutt / Projektleiter Energieeffizienz beim Amt für Verkehr und Energie, Kanton Graubünden
Ein Gebäude mit Öl, Gas, Strom oder Holz zu heizen ist ein Verlustgeschäft. Die Heizung der Liegenschaft bringt die notwendige Energie in die Räume, damit Komfort und Behaglichkeit – insbesondere im Winter – gewährleistet sind. Über die Gebäudehülle, das heisst über die Fassade, die Fenster und das Dach entweicht die zugeführte Wärme an die Umgebung. Um den CO2-Ausstoss und Heizkosten zu reduzieren, sind Wärmeverluste zu minimieren. Eine Dämmung der Gebäudehülle birgt hinsichtlich Energieeinsparungen hervorragende Möglichkeiten.
Viel Potenzial liegt in älteren Liegenschaften. Das erste kantonale Energiegesetz ist 1991 in Kraft getreten. Gebäude, welche vor diesem Zeitpunkt erbaut wurden, sind in der Regel nicht oder nur sehr gering gedämmt.
Dämmung des Daches richtig planen
Warme Luft steigt bekanntlich nach oben. Deshalb ist die Dämmung des Daches oder des Estrichbodens bei einem kalten, ungeheizten Dachgeschoss besonders lohnend. Ein schlecht oder nicht gedämmtes Dach löst eine Kaminwirkung aus, sprich, es «zieht». Die Dämmung des Dachs oder des Estrichbodens bedarf einer guten Planung. Wie wird das Dachgeschoss später genutzt? Welches Dämmverfahren und welche -stoffe eignen sich für das Objekt? Von der Flachdach- über die Aufsparren- bis zur Untersparren-Dämmung gibt es für jedes Dach das passende System. Bei den Materialien kann zwischen unterschiedlichen Typen ausgewählt werden. Wichtig ist der fachgerechte Einbau der Dämmung, damit Schäden oder Schimmelbildung verhindert werden können.