Fünf-Tage-Konzept als Weiterentwicklung der Tour de Suisse
Zwei Wochen vor Beginn der Tour de Suisse laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit einem neuen Fünf-Tage-Konzept, das Topstars anlockt, wollen die Organisatoren ein neues Kapitel aufschlagen.
Die Veränderungen in der Sport- und Unterhaltungsbranche stellen traditionelle Veranstaltungen wie die Tour de Suisse vor neue Herausforderungen. Um langfristig relevant und wettbewerbsfähig zu bleiben, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung unerlässlich. Deshalb haben die Organisatoren für die 89. Austragung der Schweizer Landesrundfahrt ein neues Konzept entworfen – nicht zuletzt, um auch das finanzielle Überleben des Traditionsanlasses langfristig zu sichern.
Das neue Rennformat umfasst fünf Rundstrecken an fünf Tagen. Frauen- und Männerrennen finden jeweils am selben Veranstaltungstag statt, wobei Start und Ziel am gleichen Ort liegen. Laut den Verantwortlichen schafft dies mehr Nähe zu den Zuschauern und stärkt die Gleichstellung im Radsport. «Wir sind überzeugt, dass wir mit dem neuen Konzept ein Produkt schaffen, das den heutigen Bedürfnissen aller Beteiligten entspricht», sagt CEO Gabriela Buchs.
Dabei geht es bei der Premiere primär darum, Erfahrungen zu sammeln. «Herausfordernd bei zwei Rennen an einem Tag werden sicher die Logistik und die Abläufe, für Mitarbeitende, aber auch für die Rennteams», meint Tour-de-Suisse-Direktor Olivier Senn.
Hochkarätige Startlisten
Die konzeptionellen Anpassungen haben nicht zuletzt auch sportliche Gründe. Da die Topstars der Radsportszene ihren Fokus zunehmend auf die grossen Rundfahrten wie die Tour de France, den Giro d'Italia und die Vuelta a España legen, gewinnen in der Vorbereitung auf diese Grand Tours kürzere, intensivere Rennformate an Bedeutung.
Auf diese Entwicklung hat die Tour de Suisse reagiert, ob sich dies auch langfristig auszahlen wird, wird sich noch weisen. In diesem Jahr dürfen die Organisatoren jedenfalls einen grossen Erfolg verbuchen.