«Eine perfekte WM»
Noch vor dem Finalspiel ziehen der Internationale Verband und das OK eine durchwegs positive WM-Bilanz. Arbeit, Stadien und Atmosphäre in der Schweiz erhalten das Prädikat herausragend.
«Wenn man gezwungen ist, die Fanzone zu schliessen, weil sie schon weit vor dem Spiel voll ist, sagt das wohl alles», schwärmt Luc Tardif, der Präsident des Internationalen Eishockeyverbandes IIHF. «Das hat es meines Wissens noch nie gegeben.» Damit ist auch klar: Die WM in Zürich und Freiburg war ein voller Erfolg, so viel stand bereits vor den beiden Medaillenspielen vom Sonntag fest.
466'000 Zuschauer wurden an den 15 Wettkampftagen gezählt, 299'000 in Zürich, 167'000 in Freiburg, rund 250'000 Besucher bevölkerten die Fanzonen. «Wir sind stolz, was wir hier erreicht haben, es war in jeder Perspektive ein ausserordentlicher Erfolg», bilanziert WM-Geschäftsführer Christian Hofstetter. «Hockey ist ein Teamsport», betont der ehemalige Verteidiger von Fribourg-Gottéron. «Ohne Team bist du nichts.» Deshalb streicht er explizit die 1950 Volunteers heraus. «Ich bin von vielen Besuchern auf sie angesprochen worden, auf ihre Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.»
Moderne Eishallen als Pluspunkt
Die beiden Verantwortlichen der IIHF für die beiden Standorte stellen sehr zufrieden fest: «Unser Job war wirklich einfach.» Die Schweiz habe gezeigt, dass sie ein absolutes Hockeyland sei. Ein grosser Vorteil, zum Beispiel im Vergleich zum letzten Jahr in Dänemark, waren die Eishallen, die keine Multifunktionsarenen sind, sondern aufs Eishockey ausgerichtet. Gerade bei den hochsommerlichen Temperaturen konnte dadurch eine optimale Eisqualität garantiert werden.
Tardif lobt denn auch die modernen Stadien, die seit der letzten WM in der Schweiz vor siebzehn Jahren entstanden sind. «Vielleicht könnte man sie noch etwas grösser bauen», meint er schmunzelnd.
Der IIHF-Präsident sprach am Sonntagnachmittag auch über weniger erfreuliche Themen: die Konkurrenz durch den von der NHL ab 2028 geplanten World Cup und die Rückkehr von Russland und Belarus.